Ich wollt ich wär ein Huhn …

ein Lied von den Comedian Harmonists


Ich wollt’ ich wär’ ein Huhn,

ich hätt’ nicht viel zu tun,

ich legte vormittags ein Ei

und abends wär’ ich frei.

Mich lockte auf der Welt

kein Ruhm mehr und kein Geld

und fände ich das große Los

dann fräße ich es bloß.

Ich bräuchte nie mehr ins Büro,

ich wäre dämlich, aber froh.

Ich wollt ich wär’ ein Huhn,


ich hätt’ nicht viel zu tun,


ich legte täglich nur ein Ei


und sonntags auch mal zwei.


Der Mann hat’s auf der Welt nicht leicht,


das Kämpfen ist sein Zweck.

Und hat er endlich was erreicht,

nimmt’s eine Frau ihm weg.

Er lebt, wenn’s hoch kommt, hundert Jahr

und bringt’s bei gutem Staat

und nur, wenn er sehr fleißig war,

zu einem Rauschebart.

Ich wollt’, ich wär ein Huhn,


ich hätt’ nicht viel zu tun.


Mich lockte auf der Welt


kein Ruhm mehr und kein Geld.


Ich brauchte nie mehr ins Büro


und Du wärst dämlich, aber froh.


Ich wollt’, ich wär ein Hahn,


dann würde nichts getan.

Ich legte überhaupt kein Ei

und wär’ die ganze Woche frei.

Dann lockt mich auf der Welt

kein Ruhm mehr und kein Geld.

Ich setz’ mich in den Mist hinein

und sing für mich allein.

Ich ginge nie mehr ins Büro,

denn was ich brauchte, krieg ich so.

Ich wollt’, ich wär’ ein Hahn,


dann würde nichts getan.


Ich würd’ mit meinen Hühnern gehen,


das wäre wunderschön.


Wenn du dich nur nicht mal täuschst du mein lieber Hahn. Du bist und bleibst ein Gockel. Gleich als junger Wicht, bevor du das Ei deiner Henne begattet hast, wirst du garantiert knallhart kastriert. Du landest dann als zertifizierter Qualitätskastrat in der Gourmetküche vom Schlosshotel Gockel. Dort liegst du nur allzu bald in deinem eigenen Saft, rundum gewürzt und flambiert, auf einem goldigen Teller, zerteilt vom gehetzten Kellner, der keinesfalls davon träumt, ein Huhn, Hahn oder Gockel zu sein. Der sich nur wünscht, irgendwo auf der Welt als steinreicher Farmer, möglichst viel sein eigen zu nennen, darüber zu verfügen und zu bestimmen.


Der Mensch hat Gefühle. Er kann sie zeigen.


Er kann sich darüber äussern, sich wehren.


Der Mensch hat Träume,


die er sogar verwirklichen kann,


wenn er sich nicht all zu blöd anstellt.


Alle anderen Lebewesen auf dieser Welt,


dürfen oder müssen ihr Leben so ertragen,


wie es der Mensch für sie plant, arrangiert und regelt.


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