Wir ankern bei Wertheim

… am Ufer des Mains, unmittelbar am Mündungsgebiet der Tauber in den Main



… um als Erstes die Burg Wertheim zu besuchen. 



Erst laufen wir entlang der Tauber auf der Lindenstrasse …



… bestaunen die gegenüberliegende Uferlandschaft vom westlichen Wertheim … 



… wie auch diesen malerischen Bereich unmittelbar am Ufer der Tauber … 



… um schliesslich von der Rittergasse her …



… am Glasmuseum vorbei …



… den steilen Aufstieg … 



… entlang der östlichen  Stadtbefestigung …



… unter dieser Zugangsbrücke zum Burggarten …



… und über weitere Treppenläufe hoch zu laufen … 



… immer wieder staunend über diese mächtigen Mauerwerke …



… dann etwas ausser Atem einen Blick …



…  zum östlichen nicht zugänglichen Bereich vom äussren Burggelände zu werfen.



Hier einen weiteren Durchgangsweg …



…zur unteren westlichen Burgmauer zu entdecken …



… und so die  geteerte Schlossgasse …



… inklusive der alten ursprünglichen Schlossgasse (Betreten verboten) zu erreichen. 



… Von hier aus diese mächtigen Steinmauern, den sogenannten Bering …



… auf sich wirken zu lassen …



… und den offiziellen Aufgang  zur Burg und deren Geschichte  auszumachen.



Vom hübschen Vortor aus …


  


… noch diverse weitere Ansichten der Ringmauer …



… mit Herrenaus und dem dahinter stehenden Burgfried …



… und ebenso vom oberen Eingangsbereich her …



…  das Eingangsgebäude mit den beiden Wachtürmen bildlich zu erfassen.


      


Innerhalb vom Burgfried können wir in aller Ruhe weitere tolle …


     

 

 


… Ein- , An- und Aussichten bestaunen …


  

      



 

  

Mit dieser Aussicht auf den Main und unser Schiff …



…. verabschieden wir uns durch diesen Ausgang die Anlage der Burg Wertheim …



… und bewundern von der geteerten Schlossgasse her  …



… die hohen Burgmauern sowie deren Übergang  …



… zur westlichen Stadtbefestigung



… mit wunderbarer Aussicht auf die Altstadt von Wertheim .

Die Alte Mainbrücke in Würzburg …

… haben wir von unserem Schiff her in wenigen Minuten erreicht.



Zum Glück sind wir am Morgen zeitig losgezogen … 



… da zum alljährlichen Würzburger Stadtfest viele Leute erwartet werden.



Hier am Ufer des Mains, unterhalb der Alten Mainbrücke ist es noch …



… beschaulich ruhig …



Von der Treppe her entdecke ich die Festung Marienberg und eine der 12 übergrossen Skulpturen, welche auf der Alten Mainbrücke entlang der Brüstungen in Nischen auf meterhohen Sockeln stehen,  wie zum Beispiel …



… der Heilige Totnan - ein irischer Frankenapostel. 



Der Heiligen Kolonat  ist ebenfalls ein irischer Frankenapostel und steht unterhalb vom  Kiliansturm …



…  vor einem Bierzelt, mit dem Rücken …



… zur Festung Marienberg - dem Wohnsitz von fürstlichen Bischöfen von Würzburg.



Damals ritten die  mittelalterlichen Kirchenfürsten hoch zu Ross oder fuhren mit ihren Kutschen von der Festung her kommend über die Alte Mainbrücke geradewegs …



… in die Domstrasse vorbei am Rathaus Grafeneckart und Vierröhrenbrunnen



… direkt zum und in den Würzburger Dom St. Kilian  –  siehe ebenfalls dazu meinen Beitrag die Würzburger Altstadt vom 28.01.2019.



Der Heilige Kilian (S. Kilianus) ist ebenfalls ein irischer Frankenapostel. Er ist  der Schutzheilige vom Würzburger Dom St. Kilian . Konzentriert und hingebungsvoll …



… segnet er die Liebesschlösser, dirigiert er die Musikanten …



… und grüsst den Bischof Fridericus von Hausen der seinen Namen Friedrich, dem Freiherr und Fürstbischof von Bamberg und Würzburg, sowie Reichsvizekanzler Friedrich Karl Reichsgraf von Schönborn-Buchheim verlieh. 



Diesen Reichsgraf und Fürstbischof Friedrich beschreibt die  Marktgräfin Wilhelmine von Brandenburg-Beyreuth in etwas so: “Dieses Universalgenie, ist sich charakterlich in seiner Rolle als Kirchenfürst und Politiker gerecht geworden – zum einen heimtückisch und falsch, dann aufbrausend und im Geiste nicht anziehend, dazu auch noch ein Pendant. Erst bei näherer Bekanntschaft werde man mit ihm “warm”!”



Man kann nur hoffen, dass sich der Namensgeber Bischof Friedrich von Hausen (S.Fridericus) nicht all zu sehr grämt über seinen 400 Jahre späteren Nachfolger …



… und sich stattdessen einfach nur über die wunderbare Aussicht …



… zu den beiden im Oberwasser liegenden Schleusenanlagen der Staustufen Würzburg  für  Sportschiffe (im Kanal unten) und für die grossen Flussfahrtschiffe (im Kanal rechts) …



… sowie zur Kirche St. Burkhard und …



… zur Wallfahrtskirche Käppele  auf dem Nikolausberg …  



… weiter Main aufwärts zur Ludwigsbrücke (wo unsere Antonio Bellucci steht), freut.



Schleusen, Kirchen und / oder Bellucci hin oder her: der Frankenkönig Pippin der Jüngere  steht mit seinem breiten Rücken zum Nikolausberg und blickt selbstzufrieden …



… mit einem “irischen” Land-Pils bewaffnet, einem Bier der Keiler Bier GmbH  , welches im Auftrag der Würzburger Hofbräu gebraut und vermarktet wird …



… zum Heiligen Karl Borromäus hinüber. Dieser etwas umtriebige Kardinal und Bischof von Mailand wirkte als päpstlicher Visitator in der Schweiz, vorwiegend im Kanton Graubünden. Er liess dort die Protestanten vertreiben. Wer bleiben wollte wurde zur Glaubensumkehr gefoltert, oder wegen Hexerei verbrannt . Er gründete in Mailand das Collegium Helveticum (Seminar zur  Ausbildung katholischer Geistlicher für die Schweiz).  Er hat für die Pestkranken (1576 – 1578) soziale Einrichtungen erstellen und sich ebenso fürsorglich um sie gekümmert. Er gilt deshalb auch als Schutzpatron gegen die Pest.



Der Heilige Bruno , Bischof von Würzburg und Erbauer des Würzburger Doms blickt lieber in ein Buch, anstatt sich die Aussicht …



… in Richtung Norden (mainabwärts) zum  Pegel Würzburg  (Wasserscheide Alter Kranen – Veitshöchheim) …



… oder zur Schleusen Ein/Ausfahrt im Unterwasser , zum Turm der Marienkapelle 



… zum  Kranenquai  /  ”Alter Kranen” und Hafen für Ausflugsschiffe …



… sowie zur Klärwerk Würzburg  vom Entwässerungsbetrieb der Stadt Würzburg, zu Gemüte zu führen.


 Dafür bewundern wir selber um so mehr diese Aussicht über das Brückengeländer zum …



… nahen  Wasserkraftwerk Untere Mainmühle und …



… zur  Alten Mainmühle (heute ein Restaurant).



Ostansicht Alte Mainmühle von der Altstadtseite her (mit dem niedrigen Brückentor der Alten Mainbrücke, in welches hin und wieder  ein LKW donnert ).



Der fürsorgliche Heilige Josef von Nazaret mit seinem Jesuskind steht ebenfalls auf der nördlichen Seite der Brücke und blickt geradewegs Main aufwärts. Hingegen der Jüngling Jesus hat allerhand anderes …




 



… zu begutachten und natürlich zugleich hin und wieder auf …



… Carolus Magnus  - Kaiser Karl der Grosse ,  der auf eine christliche Lebensführung seiner Untertanen pochte, einen prüfenden Blick zu werfen. Dieser grosse Kaiser bestand auf eine enge Bindung von Kirche und Staat. Er sorgte auch dafür, dass die zehn Gebote, insbesondere das zehnte Gebot eingehalten wurde: “Am siebten Tag am Sonntag sollst du ruhn’.” Das sollten wir dringend auch tun …



… denn ein prüfender Blick auf die Turmuhren und die Kaiserspitze (Turmspitze) vom Neumünster …



… sagt uns, dass es höchste Zeit sei, die Brücke zu verlassen und uns …



… zu Fuss (nicht mit Ross und Wagen) …



… zu unserem Schiff die  Antonio Bellucci  zu begeben … 



… und die Weiterfahrt Main abwärts nach Wertheim zu geniessen …



Wir fahren im Oberwasser in die Schleuse ein …



… und grüssen den Turm der Neubaukirche –  Würzburg wir kommen wieder!

Die Würzburger Altstadt

… zu erkunden, ist während dem alljährlichen Stadtfest gar nicht so einfach. Siehe dazu auch meinen Bericht –  In der Innenstadt von Würzburg  – vom 23. Januar 2019.



An der Domstrasse  beim  Rathaus von Würzburg am  Grafeneckart  steht auch …



… der  Vierröhrenbrunnen , er gilt als beliebter und idealer Treffpunkt für Jung und Alt, …



…  denn dieser barocke Brunnen  ist dank seiner mächtigen Figuren,  den sogenannten  Kardinaltugenden, unübersehbar.



Regelmässig sind die Würzburger Bischöfe mit der Kutsche von ihrem Wohnsitz der Festung Marienberg  her, über die Alte Mainbrücke durch die Domstrasse an diesem Brunnen  und dem Grafeneckart vorbei, in den Würzburger Dom zur Heiligen Messe  gefahren.



Die Göttin Fortitudo (Göttin der Tapferkeit und des Grossmuts) blickt jahrein jahraus schon fast abgeklärt aufs vorbeiziehende Volk. Oder wartet sie etwa darauf, dass endlich wieder einmal ein fürstlicher Bischof, ein ehrenvoller Würdenträger oder ein anderer hoher staatlicher Abgesandter sie huldvoll grüsst?



Ob gegrüsst, geküsst oder sonst wie beehrt, dass kümmert die überaus kluge Prudentia nicht so sehr. Sie ist ausschliesslich darauf bedacht ihr Spiegel wie folgt zu befragen: “Spiegeln Spiegeln in meiner zarten Hand, wer ist die Schönste in unserem Land?”



“Ich”, ruft Graf Eckart vom gegenüber liegenden Rathaus her: “Es gibt kein lieblicheres Geschöpf, welches mich in Schönheit und Würde überträfe. Ich bitte sehr!”


 


… “Ja sicherlich sehr schmuck und hübsch, doch etwas klein in Gestalt. Hab dich fast übersehen!”, meint Mutti im Weitergehen.




 Das Rathaus beherbergt auch einen  Ratskeller mit seiner eigenen Geschichte .




Hier einzukehren und zu tafeln, besonders am Abend, ist ein Erlebnis besonderer Art.



Östlich vom Grafeneckart am Ende der Domstrasse befindet sich der Würzburger Dom




… links davon kann man die Kuppel vom Neumünster St. Johannes erkennen.



Diese barocke Kirche (ehem. Basilika)  steht gegenüber vom Schmalzmarkt und …



… ist heute die Stiftskirche des ehemaligen Kollegiatsstifts Neumünster




Die Kuppel vom Neumünster zeigt sich heute im besten Licht. 



Weiter Infos zum Neumünster siehe bei  Stift Neumünster und  Kirche Neumünster 



Der Würzburger Dom oder  Dom St.Kilian ist dem Heiligen Kilian geweiht und fühlt sich hier an der Domstrasse (Westseite) etwas eingeklemmt zwischen diesen beiden Häuserzeilen …



Südansicht vom Würzburger Dom mit den beiden viereckigen Türmen …



… und hier ebenfalls eine Südansicht mit Querschiff und den beiden ganz anders gestalteten Türmen. Einer steht nördlich an der Hofstrasse und  der andere südlich an Ebrachergasse.



Noch eine  weitere Ansicht der Südseite vom Dom mit Querschiff eingerahmt vom Burkardushaus . Etwa 300 m weiter östlich (Luftlinie) befindet sich die Würzburger Residenz mit ihrem wunderschönen und riesigen Hofgarten.



Nicht weit weg vom Würzburger Dom steht die aus rotem Sandstein im Renaissance-Stil  erbaute Neubaukirche



…  deren 91 Meter hohe Turm von überall her zu sehen ist.



Gleich dahinter an der Neubaustrasse mit Blick …



… zur Festung Marienberg …



… befinder sich das Hotel Rebstock …



… mit seiner wunderschönen Rokokofassade von 1740.



Gleich hinter dem Rebstock, in der Franziskanergasse Richtung Innenstadt, steht diese sehr schlichte Klosterkirche vom  Franziskanerkloster …



… die Franziskanergasse  verbindet sich mit der Sterngasse und wird immer bunter …



… und zeigt sich hier …



beim  Sternbäck mit Distelhäuser – Pils gemütlich …



oder sonst wie vielfaltig …




 und hier in der Domstrasse nahe am Dom beim Winzermännle besonders erhaben …



… und blumig – zuckersüss …



…  in der Domstrasse nahe dem Grafeneckart Rathaus 



… wo sich in der Zwischenzeit viele Leute versammelt haben ..



… zeigt die Turmuhr schon bald die volle Mittagsstunde an …



… noch ein letzter Blick zum Dom …



“Ja, du heiliger Bimbam du hast gut lachen. Auch ich gebe mich geschlagen …



und verziehe mit ins Jenseits …



… besser gesagt zu andern Schönheiten …


 



… nahe vom Marktplatz …



… mit der  Marienkapelle und meinen Bericht vom 23.01.2018   …



 … dann vorbei an der Fürstlichen Castell’sche Bank …



… in die Rückermainstrasse … 



 


… zu dieser neuzeitlichen Brunnenanlage …



… um mir die Hände zu waschen …



… und mich wieder unter die Leute zu mischen und da vorne … 



… in der Karmelitenstrasse  … 



… beim Fischermarkt …



… dem kecken Fischerjungen auf seinem Fischerbrunnen auch noch die Ehre erweise.



Der muntere Fischerjunge winkt beherzt mit seinen Utensilien …



… hinüber zum Rückermainhof 



 und huldigt den holden König mit seinem Fischergruss.



… Das liebliche Engelskind seinerseits …



… blinzelt den Männern von der Strassenreinigung zu …



… die am Fischmarkt bei der



… ehemaligen Gaststätte zum Reichsapfel  (jetzt Pizzeria) auf ihren Einsatz warten.



Ich meinerseits verziehe mich in diese luftige Gaststätte um mich zu erholen, um später auch noch die Alte Mainbrücke und seine Umgebung zu erkunden. 

Mögest du Ruhe finden, wenn der Tag sich neigt

und deine Gedanken noch einmal die Orte aufsuchen,

an denen du heute Gutes erfahren hast.

Auf daß die Erinnerung dich wärmt

und gute Träume deinen Schlaf begleiten.

Altirischer Segenswunsch

In der Innenstadt von Würzburg …

… befindet sich direkt am grossen Marktplatz die Würzburger Marienkapelle , welche wegen ihrer Farbgebung und filigranen Bauart auffällt.



Diese grosse Kapelle in ihrer gotischen Gestalt präsentiert sich heute im vollen Sonnenlicht  auffallend und besonders prächtig.



Das gotische Gotteshaus mit barocker Turmhaube ist …



…  beim Bombenangriff vom 16. März 1945  sehr stark beschädigt worden. Hingegen hat der Turm diesen Bombenhagel ohne nennenswerte Schäden überstanden.



Im Jahr 1711 hat ein Blitzschlag den Turm zerstört. Zwei Jahre später ist dieser restauriert und mit barocken Elementen ergänzt worden. Der Turmspitze ist eine doppelte 5,38 Meter hohe kupfervergoldete Maria-Immaculata-Figur aufgesetzt worden.



Das Südportal (flankierend mit den beiden nackten Skulpturen Adam und Eva) …


 

 

… zeigt die Krönung der Hl. Jungfrau Maria. Dummerweise habe ich das Nordportal mit der Darstellung der  Ohrzeugung ; das heisst, eine Erklärung, wie die Gottesmutter “schwanger” wurde (siehe auch diesen Link  ) nicht wahr genommen.



Dafür habe ich diese Fensteransichten der östlichen Aussenfassade … 



… und im Innern der Kirche den Altarraum …



… beim Eingangsbereich das Grabmal des Ritter Konrad von Schaumberg …



… das prächtigen Mittelschiff …



… das Bildnis des barocken Baumeisters Balthasar Neumann …



… die im Jahre 1969 neu erbauten Orgel …



… sowie die Heilige Jungfrau Maria mit ihrem Kind …



… und weitere Darstellungen nicht übersehen …



… auch nicht das Bild der entschlafenen Gottesmutter  und deren Himmelfahrt  .



Dieser Obelisk , welcher nahe der Kirche und mitten auf dem Marktplatz steht …



… ist umringt von vielen Markt- und Attraktionsstände wegen dem alljährlich stattfindenden Würzburger Stadtfest …


 


… und für einmal leider nicht als Brunnen erkennbar. . 



Der Maibaum 2018 …



… steht unübersehbar und in bester Festlaune seit dem 1. Mai auf dem Marktplatz. Nicht nur hier in Würzburg sondern in fast allen bayerischen Orten werden zu Frühlingsbeginn solche prachtvoll geschmückte Bäume gestellt.



Auf dem Marktplatz hinter der Kirche …



beim  Haus zum Falken  …



…  überblicken bereits morgens um 10.00 Uhr muntere Typen … 



… das Festgelände  …



… bewundern z.B. dieses Blütengemüse namens Artischocke …



… oder diese bunten Vitaminattraktionen … 



… und sichten erste Käufer, die auf ihre Ware warten, sowie Bänke und Tische die  bald aufgestellt auf gut betuchte, bestens gelaunte, sitz- und trinkfeste Gäste hoffen.



Auch das wäre eine geile Sache …



 

… wie auch die vielen musikalischen Aufführungen von und mit top motivierten Künstlern …



… jeden Alters, wie dieser Weinbauer auf dem Häckerbrunnen beweist.

Wie man sieht, sogar ein waschechter Häcker,
der bewaffnet mit Hacke und Mostbartel
stets zum Krampfen und Saufen bereit.

Bamberg liegt beim Kilometer 0

…  vom Main – Donau – Kanal im Mündungsgebiet der Flüsse Main und Regnitz . 



Für eine Besichtigung der Stadt Bamberg   



… legen im Hafen von Bamberg  für Flusskreuzfahrtschiffe …



… in einem Seitenkanal der Regnitz an. 



Bamberg mit seinen sieben Hügeln, dem Dom …



…  und den vielen farbenfrohen Sehenswürdigkeiten.



…wie zum Beispiel das Hotel Residenzschloss …


… mit seiner wunderschönen Fassade.

 

Klassikfreunde kennen die Bamberger-Symphoniker


… welche hier in diesem wunderbaren modernen Gebäude ihre Konzerte abhalten.



Dieses Teilstück der Regnitz  – wir stehen hier am Leintritt …



… und sehen hinüber zum Klein Venedig von Bamberg …


… sowie etwas weiter oben zum “Am Kranen” mit dem Hafen für Ausflugsschiffe und Richtung Zusammenfluss vom  Linken Regnitzarm  und Rechten Regnitzarm (Nonnengraben). Östlich, weiter hinten ist die Fussgängerzone “Grünen Markt” mit dem Wochenmarkt 

 ”Am Kranen” beginnt auch das Areal der  Universität Bamberg  mit den beiden historischen Gebäuden für Geschichts- und Geowissenschaften.   

Der Platz  Am Kranen , sowie der Hafen für Ausflugsschiffe ist umrahmt vom Gebäude der gemeinnützigen Einrichtung der Universität der historischen Geographie  (Historical Geography Bamberg).

Hier stehe ich östlich vom “Alten Rathaus” auf der “Oberen Brücke” über dem “linken Regnitzarm” und fotografiere über die “Untere Brücke” – flussabwärts – zum Quartier “Klein Venedig” (rechts) und das Gebiet “Am Leintritt” (links). 

 

Von der “Oberen Brücke” beim “Alten Rathaus sieht man flussaufwärts die Fussgängerbrücke “Geyerwörthsteg”.

Sicht auf der “Untere Brücke” stehend zur “Obere Brücke” und ganz hinten zur Fussgängerbrücke “Geyerwörthsteg”

Die Bewohner “Am Leintritt” und die gegenüberliegende Fischersiedlung Klein Venedig  sowie das ganze Gebiet  am “Alten Kranen”  haben bei starken Regenfällen stets mit Hochwasser rechnen müssen. Auch jetzt trotz Korrekturen beim Jahnwehr   und Hochwassersperrtor  haben die Bamberger immer wieder schwerere Überschwemmungen erlebt  (letztmals mit dem Sturmtief Brunhild am 6. Januar 2018). 

Gemäss Reiseleiter sei beim letzen Hochwasser der Wasserstand so hoch gewesen, 

… dass ein Wandmalereienkünstler von seinem Kahn her diese Graffiti an die Brüstung von der “Unteren Brücke” habe anbringen können. Folgende Bild-Berichte widerlegen diese These: Kunst an der Brücke und  Projekt Graffis an der unteren Brücke

Hier stehen wir auf der Obere Brücke (über den linken Regnitzarm) vor dem Torbogen zum Alten Rathaus (westliche Seitenansicht) mit einer Skulptur von Rui Chafes.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf der Ostseite vom Torbogen steht ebenfalls eine Plastik vom Bildhauer  Rui Chafes (geb.1966) . Alle hier in der Stadt präsentierten Figuren …



… sind dem Thema Seelenschatten  gewidmet.



… vor dem “Alten Rathaus” und gegenüber der Rui-Skulptur  steht diese “Kreuzigungsgruppe” und etwas weiter ostwärts …



… laufen wir entlang dieser Häusergruppe …



… und amüsieren uns über diesen schmucken Storch mit seiner Elfenwerkstatt, der …



… zur Fussgängerzone “grünen Markt” mit  der Stadtpfarrkirche St. Martin  …



… mit den wunderbaren Fassadenfiguren zeigt …



… wie hier zum Beispiel die Heilige Ottilia …



… oder diese barocke Figur …



… welche über den Wochenmarkt zum gegenüberliegenden  Neptunbrunnen blickt.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Wir verlassen den Markt und laufen hinüber ans Ufer vom “Linken Regnitzarm”  ,,,



… zum Platz “Am Kranen” mit seinen zwei alten Hafenkranen.



Von hier aus sieht man  wunderbar zum Westufer “Am Leintritt”, mit dem Staatlichen Bauamt Bamberg und zur Justizvollzugsanstalt Bamberg (gelber Bau im Hintergrund). 



Gleich “Am Kranen” steht das älteste Gebäude der Universität Bamberg. Hier kann man sich für Geschichte und Geologie einschreiben lassen.


Vom Platz mit dem Universitätsgebäude und den alten Kranen gelangen wir wieder …


… auf die  ”Untere Brücke”, um hier die Bronzeplastik 


 

 

Centurione des polnischen Künstlers Igor Mitoraj zu bewundern.

 

 

 



… und dann etwas später mitten auf der “Unteren Brücke”  vor dem Denkmal der  Kaiserin Kunigunde von Luxemburg zu stehen, …  


   

… als mäjestetischen Kontrast zum Hellblau der Fassade vom  Heller Haus .



Zusammengefasst: Das mittelalterliche Bamberg beeindruckt, entlang der Regnitz, im Quartier Klein Venedig, …



… sowie in der Innenstadt mit dem historischen Stadtkern (UNESCO Weltkulturerbe) und seinen wunderbaren gut erhaltenen Bauten …



… seiner Fülle an reich geschmückten Schildern für Gasthöfe, Läden, Apotheken usw.



… vielen restaurierten Riegelbauten …



… mit seinen liebevoll gestalteten Eingangsbereichen.


 

In diesem Teil der Stadt riecht es von gebratenen und geschmorten Fleisch, sowie von gekochten Kohl- Kabis- und  Sauerkrautgerichten – so glaube ich – rund um die Uhr. 

 


Wir lassen die Innenstadt hinter uns, um 



… um auf dem Domberg den berühmten Bamberger Dom zu besuchen.


Darüber berichte ich gerne ein anderes Mal.

In Nürnberg …

… bei bedecktem Himmel und teils Nieselregen …



… verlassen mein Mann und ich die Bellucci …



… um anstelle der Stadtrundfahrt (kennen Nürnberg bereits) …



… entlang dem Main-Donaukanal (am Europaquai), vorbei an der Mississippi Queen …



… zur Schleuse Nürnberg zu pilgern. Diese steht zwei Kilometer weiter nordwestlich von unserem Schiff am Km-Punkt 69,09.



 Das Hubtor steht oben, das heisst die Schleusenkammer ist für eine Berg-Schleusung bereit.



Wir haben Glück, denn tatsächlich fährt ein Schiff im Schritttempo im Unterwasser …



… also flussaufwärts …



… zum geöffneten Schleusentor.  Steuerhaus (Kommandobrücke), Signalmasten und alles was sich normalerweise oberhalb vom obersten Deck – Niveau befindet ist  tief “eingezogen” oder entfernt worden. 



Der Matrose überwacht von der Reling her die Einfahrt in die schmale Schleuse. Der Steuermann / Kapitän hat die Oberluke seiner ganz eingezogenen Brücke praktisch geschlossen und so nur eine geringe Sicht zur Schleusenanlage …  



… mit dem hoch aufgezogenen Schleusentor und Schleusenbrücke.



Damit ich die Schleusung genauer dokumentieren kann, begebe ich mich hinter das offene Schleusentor. sowie auf die Mauer der jetzt noch leeren Schleusenkammer (Höhe 9,4 Meter abzüglich ca. 1,6 Meter Restwasserstand)  …



Das Schiff  fährt nur ein paar Zentimeter unterhalb dem hochgezogenen Tor in die Schleusenkammer. Der Matrose steht gebückt, währendem der Steuermann bereits wieder voll in der Luke stehen darf.



Sobald die niedrige Stelle passiert ist, kann sich auch der Matrose wieder frei bewegen …



Dass Flussschiff bewegt sich langsam vorwärts. Die Steuerbord-Seite hat nur einen minimalen Abstand zur Kammerwand.



Das Flussschiff hat das Hub-Tor vollständig passiert …



Erst wenn das Schiff in der Schleusenkammer an der richtigen Stelle steht und mit Seilen an der Mauer fixiert ist, senkt sich das Hubtor.



Es gleitet mühelos, nur leise quietschend und schnarrend ins Restwasser  …



… und verschliesst unten angekommen sofort die Schleusenkammer vollständig ab.



Das Wasser flutet nun die Schleusenkammer …



… der Wasserspiegel steigt schnell …



Das Flussschiff hebt sich stetig (1 Meter / Minute).



Das heisst, die Schleusenkammer ist in 9 Minuten vollständig geflutet.



Dann startet das Flussschiff wieder die Motoren, die Schiffsschrauben drehen sich …



… und die Hamburger “Avalon Visionary” kann über das am anderen Ende liegende Hub-Senktor fahrend die Schleuse verlassen.  



Auch wir verlassen das Schleusenareal und entdecken hinter einem Zaun ein Ersatzlager mit diversen Teilen für ein Schleusentor …



… bewundern ausgedienten Schleusentore …



… welche vom vielen Krampfen …



… etwas gar havariert aussehen … 



Da entdecken wir noch einen neuen Teilsatz von einem Schleusentor, welches auf seine Neumontage wartet.



Rechtzeitig erreichen wir unsere Bellucci. Das Schiff steht praktisch schon abfahrbereit und wir können unsererseits die Nürnberger Schleuse …



… vom Oberwasser her passieren, als Talschleusung …



… indem wir in die voll geflutete Schleuse einfahren …



Unser Schiff hält an, wird fixiert. Die Entleerung der Schleusenkammer kann beginnen …



Wir sinken langsam ab, ebenfalls 1 Meter / Minute.   



Die Schleusenkammer hat sich wiederum nach 9 Minuten entleert (bis auf das Restwasser, damit das Schiff noch problemlos auf dem Wasser schwimmen kann).


 



Das Schleusentor hebt sich. 



Viel Wasser rinnt von der massiven Schleusentorwand und  plätschert ins Flusswasser …



Wir erhalten freie Sicht über das Unterwasser zu einer Eisenbahn- und einer Strassenbrücke von Nürnberg.



Die Schiffs-Motoren werden gestartet …



… und schon fahren wir zügig unter dem schweren Hubtor durch. Bei der Talschleusung muss niemand den Kopf einziehen. Kamine, Fahnenmasten und die Steuerkabine dürfen oben bleiben.



Trotzdem müssen wir uns in Sicherheit bringen, denn am Schleusentor rinnt noch viel Restwasser über das Schiff. Jeder der das erste Mal bei einer Talschleusung mit Hubtor auf dem offenen Schiffsdeck steht (oder bei schönem Wetter genüsslich im Liegestuhl liegt) wird nass – beim nächsten Mal garantiert nicht mehr!


Gegen diese Wassertropfen vom Himmel, könnte ein Schirm oder Regenhut helfen …


 


… doch Durst und Magenknurren …



… lassen uns in den Wasser resistenten Speisesaal begeben.

Das Wasser ist
ein freundliches Element für den,
der damit bekannt ist
und es zu behandeln weiß.

J.W.von Goethe

Nachts durch die Schleuse Riedenburg…

… auf dem Main-Donau-Kanal, der höchst gelegenen Wasserstrasse Europas :



Kurz nach Sonnenuntergang verlassen wir beim Km 166.1 die Schleuse Kelheim …



… passieren die Stadt Riedenburg  und fahren kurze Zeit später … 



…  in die Schleuse Riedenburg ein. Wir fahren hier im Unterwasser (Richtung Nürnberg) auf einer Höhe von 346,6 m ü.NN., beim Kanal-Kilometer 150,8  unter der Schleusenbrücke durch (Verbindung vom Wärterhaus  über die Flussschleuse zum Kraftwerk Riedenburg).



Die Schleuse ist nur 12 Meter breit. Ihre Fallhöhe  beträgt 8,4 Meter.



Sie wird im Bereich Unterwasser von einem zweiflügligen Schwenktor  bedient.



Sobald wir komplett in die Schleuse eingefahren sind, werden sich die  zwei Schwenktore, oder auch Stemmtore genannt, hinter uns schliessen.  



Der Kapitän oder Steuermann überwacht die Einfahrt in die Schleuse ausserhalb der Kommandobrücke an der Reling stehend und benutzt zum Manövrieren diesen Aussen –  Steuerstand  . Es hat je einen solchen auf der Steuerbord- und einen auf der Backbordseite.



Während dem Schleusenprozedere ist er mit der WSV - Zentrale in Dietfurt in Kontakt. Diese Zentrale koordiniert die Signale für die Einfahrt zur und in die Schleuse, ebenfalls das Fluten der Schleusenkammer. Umgekehrt ist sie zuständig für die Entleerung der Kammer und Signalgebung für die Aus- und Weiterfahrt des Schiffes. Früher sass in jedem Schleusengebäude ein Schleusenwärter, der die Schleusenanlage überwachte und den Schleusenvorgangs dirigierte.



So, da sind wir nun drin in der Schleusenkammer, die zwei mächtigen Flügeltore hinter uns haben sich geschlossen. Anmerkung: Da die meisten Brücken, inkl. Schleusenbrücken über den Main-Donau-Kanal und dem Main auf sehr niedrigem Niveau gebaut sind, ist das mittlere und hintere Sonnendeck während der ganzen Fahrt bis zur Mündung in den Rhein nicht begehbar. Das heisst sämtliche Aufbauten vom mittleren und hinteren Sonnendeck sind entfernt und / oder sind am / im Deckboden verankert worden.



Vor uns, also in Blickrichtung Westen ist ein Senktor, welches das Oberwasser zurückhält. Das Füllen oder Fluten unserer Schleusenkammer kann jetzt beginnen. Zwei Längskanäle pressen Wasser von unten her in die Kammer.



Das Schiff wird vom einfliessenden Wasser in die Höhe gehoben. Die an der Schiffswand befestigten Stossdämpfer oder Fender schleifen an der Kammerwand und kratzen von dieser Sand und Dreck. Es knirscht gewaltig an Backbord. Hingegen auf der Steuerbordseite ist es ruhig, da hier der Abstand von der Schiffswand zur Schleusenwand ca. 30 cm beträgt.  Die Schleusenkammer hat wie bereits erwähnt nur eine Breite von 12 Meter und die Bellucci hat eine Breite von 11.45 m … 



Der Matrose wartet und beobachtet gemeinsam mit dem Kapitän das Ansteigen des Wasserspiegels und das Anheben des Schiffes. Er kontrolliert hin und wieder auch die zwei Befestigungsseile. Diese Taue werden zuerst vom Matrosen Schiffs –  Poller  angelegt und ebenfalls mit einem Poller der auf der Oberkante (oder in einer Nische) der Schleusenkammerwand steht, verbunden. 



Sobald die Kammer vollständig mit Flusswasser (Dauer ca. 10- 15 Minuten) gefüllt ist, entfernt der Matrose die Taue. 



Das Schiff  steht jetzt auf gleicher Höhe wie das Oberwasser und ist zur Ab- und Weiterfahrt bereit.


 


Die Signalisation ausgangs der Schleuse  wird nun von der WSV-Zentrale in Dietfurt von rot auf grün geschalten …



Unser Schiff verlässt die Schleuse (vorbei an den beiden Längskanälen, die das Fluten der Schleusenkammer ermöglicht haben). 



Auf jedem Damm  steht so ein so hübsches Rettungsboot, falls eine Person in den Schleusen- oder in den Längskanal (zum Fluten) fallen sollte …



Unsere Bellucci durchfährt den ganzen Donau-Main-Kanal (Naturschutzgebiet) mit gedrosselter  Fahrtgeschwindigkeit (keinesfalls über 13 km/h). Auf diese Weise kann der vom Schiff erzeugte Wellengang minimiert werden. Ebenso müssen die Vorschriften und Bestimmungen zur Lichterführung strikte eingehalten werden. Das heisst nachts werden die grellen Schiffs-Scheinwerfer (nach dem Schleusenprozedere) abgestellt und die Lichtstärke aufs Minimum reduziert, damit die Tier- und Pflanzenwelt nicht gestört wird.



Ich meinerseits lege mich auch zur Ruhe  …



… um bereits um 06.30 Uhr  beim Kilometerpunkt 82 (nach siebenmaligem Durchschleusen) zu erwachen und dabei feststelle, dass ich die europäische Hauptwasserscheide verschlafen habe.



Ich staune über die für hier so typischen Kiefernwälder. Diese kahlen Kiefern nennt man “die Steggerl vom Steggerlaswald”. Diese sind bis vor kurzem für die Telefonstangen / Masten – Produktion gerodet worden.



Diese hohen und kahlen Steggerl prägen noch den  Nürnberger Reichswald …



… und werden aber heute beim  Aufforsten immer mehr mit Laubholzbäumen durchmischt.



Während dem Frühstück fahren wir  süd-östlich vor Nürnberg …


… beim Kilometerpunkt 72.8 in die Schleuse Eibach ein.


Zu dieser Skizze (erstellt vom Reiseleiter) füge ich für Interessierte folgende Links bei: Liste der Main-Donau-Schleusen  , dann den Lageplan der Schleusen (Kehlheim bis Bamberg) und den Lageplan Schleusen von Passau bis Mainz , sowie einen Höhenplan (m.ü.NN) und Ansichten über die Bauweise und Funktion aller möglichen Schleusen, die wir irgendwo auf unserem Planeten antreffen könnten.

Zur Befreiungshalle in Kelheim …

… fährt man am besten mit dem CityTrain, 



… oder von den Einheimischen liebevoll Ludwigsbahn genannt.



Denn das Denkmal von Ludwig I – König der Bayern (Onkel der späteren Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn) steht auf  dem 126 m hohen  Michelsberg .



Die Nordost-Ansicht der Befreiungshalle …


 … habe ich um die Mittagszeit, von unten, am Alten Hafenkanal  stehend fotografiert. 

Ja, da steht sie die Befreiungshalle Kehlheim , welche Ludwig I. König von Bayern  (Sohn von Kurfürst Maximilian I. Josef von Bayern ) zum Andenken an die in den Jahren 1813 – 1815 gewonnenen Befreiungskriege  gegen Napoleon erbauen liess.

Die Innenräume der Befreiungshalle sind einsehbar mit diesem Link . Dazu können  Hörstücke zur Befreiungshalle gedownloadet werden (insgesamt eine Zusammenstellung von Kehlheims Gymnasiasten im Jahre 2013 zum 150. Geburtstag der Halle).


Übrigens sind im Verlauf von 2018 die neuesten Renovierungsarbeiten  beendet worden.


Der Architekt Friedrich von Gärtner hat 1839 den Bau begonnen und ist kurz nach Baubeginn gestorben. Er konnte gerade noch das Kellergeschoss und die dreistufige Sockelring-Treppe beenden.  Die drei Sockelringe  sind je 7 Meter hoch und bestehen aus eckigen Kalkstein-Quader. Der grösste ist bis zu 15 Kubikmeter gross und wiegt 37 Tonnen. Der unterste Sockelring hat fast einen Durchmesser von 60 Meter. 

 Leo von Lenze, ebenfalls Architekt und berühmter Baumeister hat den den Bau im Zeitraum 1847 – 1863  (mit abgeänderten und angepassten Plänen und einigen Unterbrüchen) vollendet. Die Aussenfassade ist ein Sichtmauerwerk aus Kalkstein von Kelheim und wird umringt von 18 eck-förmigen Strebepfeilern (16,5 m hoch / 2,5 m breit), ebenfalls aus einheimischem Kalkstein.

Auf jedem Pfeiler steht eine ca. 6,5 m hohe  Kolossalstatue  mit Allegorien eines Landes. Die Statuen symbolisieren die deutschstämmige Völker  (z.B. Franken, Böhmen, Tiroler, Bayern, Hannover, Österreicher usw.) welche an den Befreiungsschlachten dabei waren.

Vor jedem Strebepfeiler steht ein Rundsäulen – Kandelaber aus Kelheimer – Marmor. Diese 18 Marmor-Säulen (ohne Stützfunktion) bilden gemeinsam mit einem Geländer aus Eisen die Balustrade für den unteren Balkon, direkt aufliegend auf dem Kalkstein-Sockel.

Jeder dieser Kandelaber oder Säule ist komplet anders verziert.  Geometrische, blumen-, und figurenartige Sujets, sowie diverse Bildnisse von Engeln sind in den Marmor gemeisselt worden und wechseln sich in loser Folge ab.

Die oberste Steinbalustrade bestehend aus Querbalken und Metopenfries  ruht auf 54 toskanischen Säulen (je 5,2 m hoch) aus Kelheimer Marmor, die den oberen Balkon – Rundgang bilden.


Die auf der Balustrade thronenden 2,5 m hohen Trophäen sind mit Helm, Harnisch und Armschilder versehen …



… und schmücken den kuppelartigen und 16725 kg schweren Kupfer-Dachstuhl.



Südlich der Befreiungshalle hat man einen tollen Ausblick zum  Donaudurchbruch .


Die Schifffahrt auf der Donau zum Kloster Wellenberg ist,  …



… wie man sieht, zur Zeit wegen zu niedrigem Wasserstand nicht möglich. Auch Ende Oktober 2018 kann diese Stelle immer noch nicht befahren werden.


Uraltes Kalkgestein schuf das Flussbett und damit ein tolles Naturschutzgebiet , welches stets kritisch beobachtet wird. Hier hätte ein Stausee , Kraftwerke und anderes entstehen sollen. Ebenso beim Kloster Weltenburg und weiter flussaufwärts bei Vohburg (zwischen Ingolstadt und Ulm) waren diverse Staustufen geplant. 


Westlich der Befreiungshalle haben wir diese Mauersegmente aus Plattenkalk entdeckt. Das ist eine  frühkeltische Mauerkonstruktion , entstanden ca. 400 v. Chr. / siehe dazu noch diesen Link .


Wieder unten im “Tal” angekommen besuchen wir noch kurz die Altstadt von Kelheim :

… wir betreten diese vom Alten Hafen her durch das Mittertor . Das ist das Westtor der ursprünglichen Stadtbefestigung. Zwei weitere Tore der Stadtbefestigung sind:

… das Altmühltor oder Nordtor der Altstadt. Das ist die Südansicht vom Tor, welches zum Main-Donau-Kanal führt, wo unser Schiff angelegt hat.

Das Donautor ist das Südtor der Stadtbefestigung und liegt an der Donaustrasse.  Habe leider nur eine Nordansicht von diesem Tor. Von hier gelangt man zur  Donau und  Hafen der einheimischen Ausflugsschifffahrt für Fahrten zum Kloster Weltenburg usw. 


Von den drei Toren (das vierte Stadttor gibt es nicht mehr) gelangt man mit wenigen Schritten zur Altstadt, z.B. an diesen Kreuzpunkt mit der Matthäus-Kirche …



…an den Ludwigsplatz mit den zweigeschossigen Dachaufbauten, hier zum Beispiel mit Treppengiebel …



… da mit diversen lieblichen Schweifgiebeln …



… und Wandmalereien.



Das wunderschöne alte Rathaus


 

 

 

 

 

… liegt gegenüber dieser malerischen Häuserzeile mit dem Turm der Himmelfahrtskirche …


… und dem Brunnen mit der Mariensäule. 


Das Denkmal für König Ludwig I von Bayern steht vor der Brauerei Weisses Brauhaus  mit Gaststätte. Brauhäuser sind in fast jedem Ort zu finden …



… wie auch solche liebevoll geschmückte Ecken und Winkel.



Es ist wieder einmal höchste Zeit, wir verlassen die Stadt durch das Altmühltor …



… um über diese Parkanlage …



… und entlang dem Main-Donau-Kanal möglichst rasch zu unserem Schiff zu gelangen…


… das heute Abend durch die Schleuse Kelheim (rechts im Bild) fahren wird. Direkt vor uns  befindet sich das Pumpwerk / Kraftwerk der Rhein-Main-Donau AG, gleich daneben hinter der langen Mauer ist die Schleuse für unser Schiff und ganz rechts schleusen die kleineren Boote. 

Wie es so ist, genau während dem Nachtesse fährt das Schiff ab, um in die Schleuse Kelheim zu fahren. Natürlich muss ich das kurz fotografieren. Dieses Foto zeigt die Ausfahrt, aus der gefüllten Schleuse (Flussaufwärtsschleusung) mit Blick zurück nach Kelheim. Wo ich gerade noch zum Abschied zur Befreiungshalle hinauf winken kann. 

Kelheim hat mit …

… König Ludwig I von Bayern nicht nur kulturell und geschichtlich …


sondern auch auch wirtschaftlich 



eine grosse Bedeutung erhalten.



König Ludwig I von Bayern hat den Donau – Main Kanal in zehn Jahren (1836- 1846) in einer Gesamtlänge von 171 Kilometern ab Kelheim bis Bamberg als künstliche Wasserstrasse  mit insgesamt 16 Schleusen (13 Kanalstufen und 3 Staustufen) erstellen lassen. Dank diesem  Ludwigs Kanal  ist die Personen- und Frachtschifffahrt durchgehend vom Schwarzen Meer bis an die Nordsee möglich geworden.



Für die Schiffsbetreiber und die Wirtschaft …



… ist der Main-Donau-Kanal eine Lebensader



und ein Meisterwerk



der Technik geworden.



Für die Naturschützer ist dieser heutige, seit 1992 vollendete Kanal, als schiffbare Verbindung von Kehlheim nach Bamberg ein Natur zerstörerisches Prestigeprojekt 



(Erweiterungs- und Erneuerungsbauten ab 1960 – ursprünglicher Bauträger seit 1921 ist die Rhein-Main-Donau AG)



Diese Karte zeigt (Pfeil rechts), wo die Donau nach dem Donaudurchbruch Weltenburg  in den heutigen modernen Main – Donau – Kanal fliesst und (Pfeil links) wo der ursprüngliche Kanal und alte Kanalhafen gebaut worden ist .



Hier ein paar Bilder vom ursprünglichen Ludwig-Donau-Main-Kanal, seiner Schleusenvorrichtung und der dazu gehörigen Hafenanlage. 


 


Diese uralten Schleusenanlagen beeindrucken uns,


denn diese uralten Eichenstemmtore stauen das Wasser vom Hafenbecken immer noch  fast dicht zurück und halten die Schleusenkammer praktisch trocken.



Dieses zweiflüglige Stemmtor aus Eichenholz  steht leicht schräg, also in einem stumpfen Winkel zum Hafenbecken, um seinem enormen Wasserdruck stand zu halten.


Die Mauern der Schleusenkammer bestehen aus schweren Steinquadern.



Diese Doppelschleusentore am anderen Ende der Schleusenkammer sind geöffnet. Sie werden erst geschlossen, wenn eine Schleusung stattfindet. Mittels einem unterirdischen Röhrensystem füllt sich die Schleusenkammer. Sobald der Wasserstand gleich hoch ist wie der Wasserspiegel vom Hafenbecken, kann sich das nördliche Stemmtor (dank Mechanik und mit Hilfe vom enormen Wasserdruck) langsam Richtung Hafenbecken öffnen. Das Schiff kann in dieses einfahren und so zu den Krananlagen gelangen. Umgekehrt fährt ein Schiff vom Hafenbecken her in die gefüllte Schleusenkammer. Langsam wird diese, wiederum durch ein Röhrensystem, entleert. Die südlichen Stemmtore öffnen sich und das Schiff  kann wieder zur alten Donau, Richtung Mühlethal und Kloster Weltenburg zurück fahren. 


Die Schleusen werden  für Demonstrationszwecke hin und wieder in Betrieb gesetzt … Da der momentane Wasserstand im alten Ludwig-Donau-Kanal zu gering ist, können keine Schiffe durchfahren, resp. eine Ein- oder Ausschleusung durchführen … 


… sowie diese Hafenwinde …



… oder dieser Hafenkran benützen.



Diese Ziehbrücken sind neueren Datums …



… und bekommen dann erst an Demonstrationstagen wieder tüchtig Arbeit, damit die eigens für diese Anlässe gecharterten Klein-Schiffe zum alten Hafenkanal Zugang finden. 


Wir unsererseits gelangen über diese Brücken …



zum Ausflugsschiffhafen beim Altmühlethaler Panoramaweg.




Doch wegen dem Niedrigwasser wurde die Schifffahrt durch die Stelle beim Donaudurchbruch bis zum Kloster Weltenburg eingestellt. 

 

 

Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen mit der City-Bahn

 

 

 


auf den 126 Meter hohen Michelsberg, wo auch die von König Ludwig I erstellten Befreiungshalle steht zu fahren, um wenigstens von da oben herab einen Blick in die “Schlucht” vom Donaudurchbruch zu erhalten.



Darüber berichte ich euch gerne in einem nächsten Bericht.

Von der Kirche Sankt Emmeram in Regensburg …

… haben wir den Turm vom St.Peters-Weg her kommend …



… rasch entdeckt. Aber wo ist das Kloster? 



Denn vor dem Turm  der Kirche Sankt Emmeram steht ein Kindergarten …


Ahnungslos laufen wir um diesen Eingangskomplex, um dann vor dem  Schloss Thurn und Taxis – St.Emmeram zu stehen. Dieses ist heute und den ganzen September geschlossen; das heisst übers ganze Jahr nur zeitweise  für spezielle Anlasse und Besichtigungen geöffnet, damit die dort wohnenden Fürstenleute (unter anderem die allseits bekannte Fürstin Gloria) hin und wieder etwas privat sein können.


Ebenso ist die Klosterkirche oder Basilika nur zeitweise geöffnet. 



Doch wir haben Glück! 



Vom Emmerams-Platz her gelangen wir durch diesen Durchgang …



… in diesen Vorgarten, der sich  …



… als uralte Friedhofsanlage entpuppt. Seht euch selber um:



Der Garten führt direkt in diese grosse gotische Eingangshalle mit vielen Grabinschriften und links …



zum Tor der Kirche Sankt Rupert . Gleich rechterhand ist der Eingang zur zur Kirche Sankt Emmeram .


Verschiedenartigste Grabmale schmücken die Aussenmauern beider Kirchen, ebenso einen schmalen seitlichen Hallengang, der in einen kleinen Vorgarten und zur Schlossstrasse führt.


Fürstliche und bischöfliche Verstorbene haben hier ihre letzte Ruhe gefunden.


… unter anderem auch der Heilige und Märtyrer Bischof Emmeram 



… dieser ruht hier seit dem 7. Jh. 



Durch dieses Eingangsportal …



 … gelangen wir zur Kirche Sankt Emmeram …



… und zwar zuerst durch das sogenannte Westquerhaus mit seiner immens hohen Halle …



… diversen Altargalerien …



… über alles thronen wunderbare Holzdecken.


  

Düstere Bilder und liebliche Engelsgelgestalten wechseln sich ab



… und der Mister Tod ist auch nicht zu übersehen …



… wie diese schlichte Orgel …



… und dieses Metternichdenkmal.



Diese zwei lieblichen Altarunterbauten versöhnen uns mit dem Gottesraum, denn sie lockern unsere zwiespältigen Gedanken über das Gesehene etwas auf …



Diese kunstvoll geschmiedeten Toranlagen …



… machen uns neugierig auf das Hauptschiff der Basilika …



Welch ein Gegensatz zum Westquerhaus:



Barocke Deckenmalereien …



… liebliche Wandbildnisse, die kleine kostbare Kanzel und die vielen geschmückten Mittelschiffspfeiler gilt es einfach nur still zu bewundern.



Dann ist da noch diese Galerie für besondere Gäste mit den darauf thronenden barocken und güldenen Engeln.


Diese Orgel ergänzt den spätbarocke Innenausbau. Kurz das viele Gold, die feinen Wand-Malereien die freundlichen Skulpturen beeindrucken in seiner Leichtigkeit und lassen uns an den Innenausbau und Farbgestaltung vom Kloster Einsiedeln erinnern.

Die Seitenschiffe der Basilika sind ebenso aufwendig gestaltet.

 

 

 

Allerdings können wir hier nur noch rasch eine Kerze anzünden. Der Küster löscht das Licht und mahnt uns zu gehen, da die Öffnungszeit überschritten sei. 

Das  Kloster Sankt Emmeram   mit dem Kreuzgang  usw.,  befindet sich mitten in der Schlossanlage, wo sich auch das fürstliche Museum und Schatzkammer. Diese interessanten Gebäude sind durch die Rezeption an der Schlossstrasse oder eine Pforte im Westflügel des Schlosses erreichbar und momentan auch geschlossen.