Die Alte Mainbrücke in Würzburg …

… haben wir von unserem Schiff her in wenigen Minuten erreicht.



Zum Glück sind wir am Morgen zeitig losgezogen … 



… da zum alljährlichen Würzburger Stadtfest viele Leute erwartet werden.



Hier am Ufer des Mains, unterhalb der Alten Mainbrücke ist es noch …



… beschaulich ruhig …



Von der Treppe her entdecke ich die Festung Marienberg und eine der 12 übergrossen Skulpturen, welche auf der Alten Mainbrücke entlang der Brüstungen in Nischen auf meterhohen Sockeln stehen,  wie zum Beispiel …



… der Heilige Totnan - ein irischer Frankenapostel. 



Der Heiligen Kolonat  ist ebenfalls ein irischer Frankenapostel und steht unterhalb vom  Kiliansturm …



…  vor einem Bierzelt, mit dem Rücken …



… zur Festung Marienberg - dem Wohnsitz von fürstlichen Bischöfen von Würzburg.



Damals ritten die  mittelalterlichen Kirchenfürsten hoch zu Ross oder fuhren mit ihren Kutschen von der Festung her kommend über die Alte Mainbrücke geradewegs …



… in die Domstrasse vorbei am Rathaus Grafeneckart und Vierröhrenbrunnen



… direkt zum und in den Würzburger Dom St. Kilian  –  siehe ebenfalls dazu meinen Beitrag die Würzburger Altstadt vom 28.01.2019.



Der Heilige Kilian (S. Kilianus) ist ebenfalls ein irischer Frankenapostel. Er ist  der Schutzheilige vom Würzburger Dom St. Kilian . Konzentriert und hingebungsvoll …



… segnet er die Liebesschlösser, dirigiert er die Musikanten …



… und grüsst den Bischof Fridericus von Hausen der seinen Namen Friedrich, dem Freiherr und Fürstbischof von Bamberg und Würzburg, sowie Reichsvizekanzler Friedrich Karl Reichsgraf von Schönborn-Buchheim verlieh. 



Diesen Reichsgraf und Fürstbischof Friedrich beschreibt die  Marktgräfin Wilhelmine von Brandenburg-Beyreuth in etwas so: “Dieses Universalgenie, ist sich charakterlich in seiner Rolle als Kirchenfürst und Politiker gerecht geworden – zum einen heimtückisch und falsch, dann aufbrausend und im Geiste nicht anziehend, dazu auch noch ein Pendant. Erst bei näherer Bekanntschaft werde man mit ihm “warm”!”



Man kann nur hoffen, dass sich der Namensgeber Bischof Friedrich von Hausen (S.Fridericus) nicht all zu sehr grämt über seinen 400 Jahre späteren Nachfolger …



… und sich stattdessen einfach nur über die wunderbare Aussicht …



… zu den beiden im Oberwasser liegenden Schleusenanlagen der Staustufen Würzburg  für  Sportschiffe (im Kanal unten) und für die grossen Flussfahrtschiffe (im Kanal rechts) …



… sowie zur Kirche St. Burkhard und …



… zur Wallfahrtskirche Käppele  auf dem Nikolausberg …  



… weiter Main aufwärts zur Ludwigsbrücke (wo unsere Antonio Bellucci steht), freut.



Schleusen, Kirchen und / oder Bellucci hin oder her: der Frankenkönig Pippin der Jüngere  steht mit seinem breiten Rücken zum Nikolausberg und blickt selbstzufrieden …



… mit einem “irischen” Land-Pils bewaffnet, einem Bier der Keiler Bier GmbH  , welches im Auftrag der Würzburger Hofbräu gebraut und vermarktet wird …



… zum Heiligen Karl Borromäus hinüber. Dieser etwas umtriebige Kardinal und Bischof von Mailand wirkte als päpstlicher Visitator in der Schweiz, vorwiegend im Kanton Graubünden. Er liess dort die Protestanten vertreiben. Wer bleiben wollte wurde zur Glaubensumkehr gefoltert, oder wegen Hexerei verbrannt . Er gründete in Mailand das Collegium Helveticum (Seminar zur  Ausbildung katholischer Geistlicher für die Schweiz).  Er hat für die Pestkranken (1576 – 1578) soziale Einrichtungen erstellen und sich ebenso fürsorglich um sie gekümmert. Er gilt deshalb auch als Schutzpatron gegen die Pest.



Der Heilige Bruno , Bischof von Würzburg und Erbauer des Würzburger Doms blickt lieber in ein Buch, anstatt sich die Aussicht …



… in Richtung Norden (mainabwärts) zum  Pegel Würzburg  (Wasserscheide Alter Kranen – Veitshöchheim) …



… oder zur Schleusen Ein/Ausfahrt im Unterwasser , zum Turm der Marienkapelle 



… zum  Kranenquai  /  ”Alter Kranen” und Hafen für Ausflugsschiffe …



… sowie zur Klärwerk Würzburg  vom Entwässerungsbetrieb der Stadt Würzburg, zu Gemüte zu führen.


 Dafür bewundern wir selber um so mehr diese Aussicht über das Brückengeländer zum …



… nahen  Wasserkraftwerk Untere Mainmühle und …



… zur  Alten Mainmühle (heute ein Restaurant).



Ostansicht Alte Mainmühle von der Altstadtseite her (mit dem niedrigen Brückentor der Alten Mainbrücke, in welches hin und wieder  ein LKW donnert ).



Der fürsorgliche Heilige Josef von Nazaret mit seinem Jesuskind steht ebenfalls auf der nördlichen Seite der Brücke und blickt geradewegs Main aufwärts. Hingegen der Jüngling Jesus hat allerhand anderes …




 



… zu begutachten und natürlich zugleich hin und wieder auf …



… Carolus Magnus  - Kaiser Karl der Grosse ,  der auf eine christliche Lebensführung seiner Untertanen pochte, einen prüfenden Blick zu werfen. Dieser grosse Kaiser bestand auf eine enge Bindung von Kirche und Staat. Er sorgte auch dafür, dass die zehn Gebote, insbesondere das zehnte Gebot eingehalten wurde: “Am siebten Tag am Sonntag sollst du ruhn’.” Das sollten wir dringend auch tun …



… denn ein prüfender Blick auf die Turmuhren und die Kaiserspitze (Turmspitze) vom Neumünster …



… sagt uns, dass es höchste Zeit sei, die Brücke zu verlassen und uns …



… zu Fuss (nicht mit Ross und Wagen) …



… zu unserem Schiff die  Antonio Bellucci  zu begeben … 



… und die Weiterfahrt Main abwärts nach Wertheim zu geniessen …



Wir fahren im Oberwasser in die Schleuse ein …



… und grüssen den Turm der Neubaukirche –  Würzburg wir kommen wieder!

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