Archiv der Kategorie: Muttis Reisen

Vor dem Eindunkeln …

… fahren wir ab Miltenberg a. Main auf dem Main Fluss abwärts …

… zur Miltenberger Eisenbahnbrücke.

Diese Brücke hat über der Hauptöffnung einen Fachwerkträger (Halparabelträger) deren Enden sich nicht berühren (sowie die dunkele Nacht den hellen Tag ebenfalls nicht direkt berührt).

Das zeigt sich 100 km weiter Strom abwärts westlich vom Stadtzentrum Frankfurt a.M beim Stadtteil Schwanheim , genauer bei der Siedlung Goldstein

… mit diesem traumhaft güldenen Sonnenaufgang.

Wir fahren in die Schleuse Griesheim , die ebenfalls dem Stadtteil Frankfurt – Schwanheim angehört und …

… nur noch knapp 29 Kilometer vom Rhein und der Stadt Mainz entfernt.

Während der Entleerung der Schleusenkammer …

… sehe ich einen Schwan …

… der sich gemütlich zwischen unserer Bellucci und dem hinter uns stehenden Frachter Vici niedergelassen hat.

Wir verlassen die Schleuse. Der Schwan nimmt sich zum Glück Zeit …

… mit dem Hinausschwimmen aus der Kammer, denn rotierende Schiffsschrauben grüssen nicht gerade freundlich, wenn ihnen etwas all zu nahe kommt.

Wir lassen die Schwanheimerbrücke und Schwanheim inkl. Schwan …

… sowie den Turm Sankt Mauritius hinter uns und wechseln von unserem Aussichtsplatz am Heck vom Oberdeck …

… aufs Sonnendeck, um von hier aus (ca. 1 Stunde später, nach dem Frühstück) das Ufer vom Frankfurter Stadtteil Höchst am Main

mit der Justinus – Kirche

… sowie den Turm vom “Höchster Schloss”

… dessen Uferanlage …

… und die gegenüberliegenden Auen …

… welche der Schwanheimer Düne angehören zu bewundern.

Ein paar Minuten weiter vorne bei der Leunabrücke “befahren” wir den Frankfurter “Industriepark Hoechst”

Das langezogene Werkgelände der eh. Farbwerke Hoechst AG

… erstreckt sich beidseits des Main, über mehrer Quadratkilometer, mit diversen Werksanlagen für Chemie- und Pharmazieprodukte …

… immer wieder unterbrochen von Natur belassenen Bereichen …

… sowie Anlagen für die Abwasserreinigung …

… oder diesen Industrieanwesen für die Produktion aller Arten von Güter.

Manchmal kreuzen wir Frachtschiffe …

… und immer noch befinden wir uns im “Industriepark Hoechst AG” …

… wo wir ganz nah diesen Umschlagplatz …

… entdecken …

… welche ab hier entweder per Güterzug oder Frachtschiff abtransportiert werden.

Brennende Gasgemische lodern hinter …

… dem Umladehafen von Rauchheim ähhh Raunheim

… zum Himmel.

Weiter vorne bei Eddersheim …

.. steht die Schrägseilbrücke Werksbrücke West (Höchst)

Diese mehrspurige Autobahnbrücke inkl. separater zweispurigen Eisenbahnbrücke führt nicht nur zu den Werksgeländen der Hoechst AG, sondern auch zum Raunheimer Ölhafen und dem nahen internationalen Flughafen Frankfurt a.M.

Etwas weiter Main abwärts steht das Clubhaus vom Ruderverein Flörsheim…

…mit der Sankt Gallus – Kirche …

der Stadt Flörsheim am Main

… und dem Grosstanklager der Deutschen Shell AG.

Schräg gegenüber in Rüsselheim

… steht am Mainufer das …

Leinreiter-Denkmal

… und ebenfalls das Gelände vom Autohersteller Opel Automobile GmbH

mit dem Opelsteg, der speziell für Fussgänger und Velofahrer gebaut worden ist. Vierundzwanzig Stunden nach der Einweihung (20. Sept. 2015) ist der Steg geschlossen und mit einem Schild “Betreten verboten” versehen worden. Für wie lange und wieso und warum rätselt “Mann / Frau” heute noch.

Den “Eiltank” kümmerst kaum und fährt in voller Fahrt Main aufwärts.

Wir unsererseits gleiten Main abwärts entlang am Hocheimer Mainufer

… welches …

… zur blauen Strassenbrücke und zu den …

… Warteplätzen der Schleuse Hochheim (bei der Staustufe Kostheim) führt.

Zuerst passieren wir noch die Eisenbahnbrücke Hochheim

… die direkt bei der Staustufe Kostheim liegt.

Die Eisenbahnbrücke Hochheim steht unter Denkmalschutz …

… und die dazugehörige Uferlandschaft …

… steht unter Naturschutz.


Von der Staustufe Kostheim sind es nur noch …

… gerade drei Kilometer bis zur Mainspitze (Mündungsgebiet vom Main in den Rhein).

Am Maindamm warten bereits einige Schiffe …

… wie zum Beispiel die Pilatus …

… und andere Frachter für eine Bergfahrt-Schleusung (Main aufwärts – Schleusung).

Wir tuckern weiter, die letzten paar Kilometer …

Main abwärts Richtung Rhein …

… zur Kostheimer Brücke



Diese ist die letzte Main-Brücke vor der Mainmündung in den Rhein.

Dann mit 15 km / h vorbei an der Kostheimer Sankt Kalian – Kirche und dem …

… Umschlagplatz vom Frachthafen Ginsheim – Gurstavsburg …

… erreichen wir die Stelle …

wo der Main in den Rhein mündet,

… an der sogenannten Mainspitze

… mit der markanten Südbrücke, welche von Gustavsburg her über den Rhein …

… zur Stadt Mainz …

… mit dem Mainzer Dom, führt.

Unser Schiff verlässt den Main und steuert erst direkt …

… Richtung Stadt Mainz

… und dessen Uferlandschaft zu …

… bleibt quer mitten auf dem Rhein fast stehen …

… und ermöglicht uns so diesen wundervollen Blick zur Theodor – Heuss – Brücke

Unsere Bellucci wendet nach links ab …

… und steht schon bald Rhein aufwärts (Richtung Schweiz) direkt vor der Südbrücke.

Von hier können wir nochmals zum Mündungsgebiet vom Main, respektive zum Container-Hafen Ginsheim – Gustavsburg zurück blicken, wo gerade ein Lastschiff zum Rhein fährt. Wir fragen uns, wohin dieses wohl fahren wird …

… wird es uns Rhein aufwärts Richtung Schweiz folgen?

Nein, der Frachter dreht beim Rheindreieck nach rechts ab …

…und fährt in voller Fahrt Strom abwärts weiter Richtung Nordsee.

… wir unsererseits fahren südwärts …

… bequem gesteuert vom Kapitän mit diesem Joystick …

… der Schweiz entgegen.

Auf dem Main …


… von Bamberg bis Miltenberg …

… da kreuzen wir so manches Schifflein, wie zum Beispiel diesen Arbeitskahn …

im einfachen Schubverband.

… oder dieses leere Frachtschiff, namens Tijdgeest, dass doch so manches drauf hat.

Links oder rechts? Am besten geradeaus nach Wülflingen oder sogar nach Hassfurt …

…oder noch besser zu dieser Brauerei!

Solche idyllischen Uferlandschaften wühlt unser Schiff (und alle anderen) …

… trotz langsamer Fahrt (max. 13 km/h) all zu sehr auf..

Künstliche Inseln …

… können Wellenschlag, Gegenströmung und Sogwirkung) mindern.

Der Komoran, etwas schreckhafter als die Schwäne …

… flattert regelmässig davon …

… wie auch diese Enten – Gänse.

Weidende Kühe bleiben eher an Ort …

… wie auch dieses ausgeklügelte Fischerboot …

… oder dieses das Petri Heil zum Zweiten gelobt.

Perfekte Uferrenovationen mit Hitachi-Maschinen bei Gädheim  …

… vor der Schleuse Ottendorf.

Beim Nachtessen noch dieses Gute Nacht – Bildchen …

Am Morgen erwachen wir bei Würzburg, wo wir die Stadt besichtigen. Siehe dazu meine Beiträge:
die Alte Mainbrücke in Würzburg
die Würzburger Altstadt

Am Nachmittag sind wir bei Zellingen und Retzbach mit seinen bekannten Felsformationen aus Muschelkalk

… mit den Bezeichnungen wie “bei den sieben Tannen” oder “oberhalb der Linde”.

Kurz danach sind wir bei der Schleuse Himmelstadt.

Auch hier nochmals auffällige Felsrundungen …

… nahe beim Aussichtspunkt Stetten , mit dem markanten “Türkenkopf”

… ebenfalls ein wichtiger Standortpunkt für die Schifffahrer vom Main. Leider hat der Türke hat bei der Sicherung der Felspartie (2016) ein Auge verloren. Mit Spritzbeton geflickt, gleicht der wackere Bursche doch eher einem Elefantenkopf.

Nochmals einen Blick zurück zu den markant hervorstehenden Felspartien.

Der Steinbruch Laudenbach

… und die dazugehörige Hängebrücke.

Je später der Nachmittag um so mehr klärt es auf …

Kurz vor Sonnenuntergang sind wir bei der Staustufe und dem Kraftwerkt Harrbach.

Hier lassen wir Licht, Farben und Technik auf uns wirken …

… zum einen Main aufwärts Richtung Osten …

… dann hinüber zum Kraftwerk …

… mit dieser Fischtreppe

… und zum anderen Richtung Westen zu diesem Schleusentor mit seinem obligaten Geschwindigkeitsmesser (zu rasche Wasserverdrängung innerhalb der Schleuse vermeiden).

Nur ein paar Kilometer weiter …

… können wir …

… bei der Stadt Gemünden am Main

… für ein paar Sekunden einem Samstag-Abend-Gottesdienst beiwohnen.

Etwas weiter westlich fängt uns diese Abendstimmung ein.

Wir sagen schon mal gute Nacht. Die nächsten 50 Km bis Wertheim verbringen wir zuerst mal im Speisesaal, an der Baar und später im Bett.

Morgens ums sieben geht ihn Wertheim die Sonne auf …

Richtung Westen (Main abwärts) erkennen wir Kreuzwertheim mit Brauerei und Schloss der Fürstenfamilie (Erbprinz) Ludwig zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg schon etwas klarer …

… wie auch hoch oben die Burg Werthenstein, welche wir gleich besuchen werden – siehe da meine beiden Beiträge: “Wir ankern in Wertheim”
und “Wertheim liegt …”

Wieder auf dem Main …

… kreuzen wir wiederholt so allerlei:

Da heisst es wieder einmal den Kopf einziehen oder das Oberdeck verlassen, oder ein Minibötchen mieten, oder noch besser über die Brücke fliegen.

Bei der Schleuse Faulbach

… kommt unser Schiff ins Stocken, da zwei andere Schiffe bereits in der Schleuse hocken. Zuerst erscheint die Rhoenland, dann der oder die Morgenstern.

Etwas später begegnen wir der Burg Freudenberg (Ruine Hangburg) mit diesen Auf- und Ansichten …

… ebenfalls zur Stadt Freudenberg a.M. (Baden) …

… und gleich darauf über die “Narvik” …

… zum Städtchen Collenberg – Reistenhausen.

Etwas später begegnen wir der deutschen Konkurrenz und anderen Objekten:

… wie ebenfalls diese Anzeige, dass schon wieder eine Schleuse vor uns liegt …

… und für uns sogar sofort passierbar sei.

… Freude herrscht – und die Schleuse heisst erst noch Freudenberg

In praktisch allen Mainschleusen müssen die Schiffe extrem langsam einfahren. Ein spezielle Vorrichtung (hier eine blaue Stange mit drei roten Kugeln) misst die Einfahrtsgeschwindigkeit und mahnt den Schiffsführer sofort, wenn er all zu burschikos sein Schiff in die Schleuse steuert. (Der holländische Kapitän erklärt mir diese Vorrichtung diene dem “Figurieren, resp. messe die Figuranz).

Alles gut! Es ist grün. Wir können die Schleuse der Stadt Freudenberg verlassen …

… und uns viele weitere Sujets zu Gemüte führen:

Der Wenschdorf – Miltenberger Fernsehturm

verkündet uns,

… dass wir jetzt im Städtchen Miltenberg

… für eine kurze Stadtbesichtigung angekommen sind. Siehe dazu meinen Beitrag Miltenberg am Main

In Miltenberg am Main …

steht am Marktplatz der Miltenberger Staffelbrunserbrunnen …


… und da wird gebrunzt was das Zeug hält.


Die Miltenberger sind sehr stolz auf ihren Staffelbrunser-Brunnen mit seinem  urinösen Namen : Wenn früher bei Hochwasser das Wasser so hoch gestiegen ist (manchmal bis zum zweiten Stock eines Hauses), ist einem nichts anderes übrig geblieben, als aus dem Fenster zu brunzen. 


Die Stadt Miltenberg liegt direkt am Main zwischen Odenwald und Spessart.



Der Main teilt Miltenburg in zwei Stadtteile und diese sind einzig mit …



… der  Mainbrücke  (Bogenbrücke) miteinander verbunden.



Dieser Torbogen (Torhaus) führt hier aus der Altstadt zum Stadtteil Miltenberg Nord 




… natürlich vorbei an den obligaten Brückengeländer-Liebesschlösser …



Von hier hat man eine wunderbare Aussicht 



… zu unserer Antonio Bellucci.



Die Autos verlassen die Mainbrücke über eine Umfahrungsstrasse und  …



… wir Fussgänger gelangen mittels dieser Treppe zur Innenstadt und diesem …



… Kriegsdenkmal, welches besagt, dass Im März 1945  die Brücke von deutschen Truppen zerstört worden ist.



Wir sehen uns etwas am Alten Marktplatz  (Schnatterloch) um …





Hier steht auch die Pfarrkirche St. Jakobus der Ältere 





Noch einen Blick in die Haupt- und Pilgerstrasse in westliche Richtung



Bis Santiago de Compastelle sind es nur noch 2’577 Km




in der Kaltlochbrauerei

Anscheinend das älteste Gasthaus Deutschlands

Rathaus

Turm der Franziskanerkirche .

Die Johanneskirche und schon sind wir …

… wieder beim Schiff …

und verabschieden uns von Miltenberg …

mit diesen Bildern.

Wertheim liegt …

… am Fusse des Odenwald , im Mündungsgebiet der Tauber in den Main …



… beim sogenannten Maineck und direkt bei der Innenstadt von Wertheim (wo auch unser Schiff ankert). Gegenüber am rechten Mainufer liegt Kreuzwertheim



… mit seinem Schloss der Fürsten zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg. 



Vom Schiff aus laufen wir zügig über den Mainplatz  …



… zum Turm “Spitzer Turm”  an der Tauberstrasse …



Der hat gut lachen mit einer so cool modern gestylten Schleppe …



… mit Einbezug der alten und ursprünglichen Stadtmauer.



 


Parallel dazu, “ennet” der Strasse …



… fliesst die Tauber. Am linken Ufer oberhalb vom kleinen Hafen, befindet sich …



… der grössere Stadtteil von Wertheim mit seinen Amts- und Geschäftshäuser …



… wie z.B das älteste Gebäude der Volkshochschule Heiligkreuz.  Dieses war ursprünglich ein Spital, dann zeitweise das Rathaus von Wertheim und heute ist es das Kulturhaus der Volkshochschule.



Noch einen Blick Tauber aufwärts, dann …



… biegen wir ab Richtung Innenstadt und entdecken diese Hochwassermarkierungen …



… sowie beim Kittsteintor  einen Hinweis …



… zur  Sintflut im Taubertal im Jahre 1732. 



Gleich in der Nähe unmittelbar beim Rathaus (Ansicht von der Tauber her) steht der “Weisse Turm”. Das heutige Rathaus erstreckt sich von hier …



 … bis hin zur Mühlenstrasse in der Innenstadt …


  


… und überrascht mit diesem lauschigen Innenhof und dem Restaurant Dinges …



Gleich hinter dem Rathauskomplex steht das Glasmuseum Wertheim  mit …



… seiner eigenen Geschichte


   


… und wunderbarer Sicht zur Burg Wertheim . Über diese steht etwas mehr in meinem Beitrag vom 11. Februar 2019 . 



Die Schlossgasse führt zur Stadt hinunter …



… und ist nicht nur für die fürstliche Verwaltung reserviert; sondern gilt als bequemer Weg für Fussgänger und fürs Burgbähnle oder die Bimmelbahn – siehe Fahrplan . 


 


Von hier hat man eine wunderbare Aussicht …



… über die Dächer von Wertheim …





… zum einen zur spätgotischen Stiftskirche und Basilika …



… mit imposantem Dach und Turm; beides belegt mit grau glänzenden Schiefersteinplatten  …




… zum anderen hinunter zur Kilianskapelle (rechts), sowie zur Rathausgasse mit Turm vom Grafschafts – Museum Wertheim (dem ursprünglichen Altes Rathaus).



Die Kilianskapelle  mit seinen wunderbaren Biberschwanz – Ziegeln ist links umrahmt vom Glocken-Turm der Stiftskirche und rechts vom Turm des Grafschafts – Museums.



Auch andere Häuser mit ihren alten Sichtsteinmauern imponieren …



… oder lassen uns wundern über ihre leicht gewellten Dachflächen; das heisst …



… die Biberschwanzziegel liegen direkt auf den tragenden Dachbalken auf.



Auch wundern wir uns über dieses Fachwerkhaus …



… dessen Gebäudegrundflächen (pro Stockwerk) verbreitet worden ist …



Häuschen an Häuschen reiht sich …



… schön brav eines nach dem anderen …




… wie auch dieses mit seinen In die Jahre gekommenen Schiefersteinplatten – Fassade …


   



… oder jenes mit seinen verschiedenen Aufbauten  und Schild:



KONINKLYKE SIGARENFABRIK IABOLSA



Hier biegen wir nach links ab …



… um über die …



… die Eichgasse  …



 




… zum Marktplatz zu gelangen …






Hier haben wir wieder den Kirchturm der Stiftskirche vor uns …



… diesmal von vorn mit seinem auffällig dekorativen Zifferblatt.


  

Der Engelsbrunnen ist in Renovation und ein an die Wand geklebter pausbackige Engel wartet entspannt aufs nächste Hochwasser. Dieser Lagebericht wird’s ihm hoffentlich rechtzeitig mitteilen.



Neben dem Grafschaftsmuseum (mit Turm) , dem alten Rathaus …



… steht ein auffällig blaues Fachwerkhaus aus dem Jahre 1593 …



… dessen Riegel – Balken einen neuen Smalte – Anstrich erhalten. 


 

 

 

 

 

 

Das Grafschafts – Museum selber ist ebenfalls ein Gebäude aus dem 16. Jh. und war früher das Rathaus von Wertheim. Als Museum hat es heute (wie auch damals) einiges für Gross und Klein zu bieten .   

 


Der Turm hat ein doppeltes Treppenhaus und garantiert so je einen separaten Zugang zu den Stockwerken im gelben Hausteil.



… und zu den Etagen im Museum.


 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

Die Zeit zum Träumen ist vorbei …




… deshalb laufen wir über die Rathausgasse zurück …



… Richtung Mainplatz …





… lassen hier abschliessend noch folgenden Spruch auf uns wirken:



“LASSET EUCH BEGNÜGEN AN DEM DAS DA IST UND SEID FRÖLICH IN HOFFNUNG DES EWIGEN



… und im Park vor dem Schiff



… noch anderes wie z.B. diese Glasbilder (als Hinweis zum Glasmuseum) …



zu Gemüte führen …



… und uns von Wertheim zu verabschieden …



… sowie mit Kapitän und Schiff weiter flussabwärts Richtung Miltenberg zu schiffen.

Die Würzburger Altstadt

… zu erkunden, ist während dem alljährlichen Stadtfest gar nicht so einfach. Siehe dazu auch meinen Bericht –  In der Innenstadt von Würzburg  – vom 23. Januar 2019.



An der Domstrasse  beim  Rathaus von Würzburg am  Grafeneckart  steht auch …



… der  Vierröhrenbrunnen , er gilt als beliebter und idealer Treffpunkt für Jung und Alt, …



…  denn dieser barocke Brunnen  ist dank seiner mächtigen Figuren,  den sogenannten  Kardinaltugenden, unübersehbar.



Regelmässig sind die Würzburger Bischöfe mit der Kutsche von ihrem Wohnsitz der Festung Marienberg  her, über die Alte Mainbrücke durch die Domstrasse an diesem Brunnen  und dem Grafeneckart vorbei, in den Würzburger Dom zur Heiligen Messe  gefahren.



Die Göttin Fortitudo (Göttin der Tapferkeit und des Grossmuts) blickt jahrein jahraus schon fast abgeklärt aufs vorbeiziehende Volk. Oder wartet sie etwa darauf, dass endlich wieder einmal ein fürstlicher Bischof, ein ehrenvoller Würdenträger oder ein anderer hoher staatlicher Abgesandter sie huldvoll grüsst?



Ob gegrüsst, geküsst oder sonst wie beehrt, dass kümmert die überaus kluge Prudentia nicht so sehr. Sie ist ausschliesslich darauf bedacht ihr Spiegel wie folgt zu befragen: “Spiegeln Spiegeln in meiner zarten Hand, wer ist die Schönste in unserem Land?”



“Ich”, ruft Graf Eckart vom gegenüber liegenden Rathaus her: “Es gibt kein lieblicheres Geschöpf, welches mich in Schönheit und Würde überträfe. Ich bitte sehr!”


 


… “Ja sicherlich sehr schmuck und hübsch, doch etwas klein in Gestalt. Hab dich fast übersehen!”, meint Mutti im Weitergehen.




 Das Rathaus beherbergt auch einen  Ratskeller mit seiner eigenen Geschichte .




Hier einzukehren und zu tafeln, besonders am Abend, ist ein Erlebnis besonderer Art.



Östlich vom Grafeneckart am Ende der Domstrasse befindet sich der Würzburger Dom




… links davon kann man die Kuppel vom Neumünster St. Johannes erkennen.



Diese barocke Kirche (ehem. Basilika)  steht gegenüber vom Schmalzmarkt und …



… ist heute die Stiftskirche des ehemaligen Kollegiatsstifts Neumünster




Die Kuppel vom Neumünster zeigt sich heute im besten Licht. 



Weiter Infos zum Neumünster siehe bei  Stift Neumünster und  Kirche Neumünster 



Der Würzburger Dom oder  Dom St.Kilian ist dem Heiligen Kilian geweiht und fühlt sich hier an der Domstrasse (Westseite) etwas eingeklemmt zwischen diesen beiden Häuserzeilen …



Südansicht vom Würzburger Dom mit den beiden viereckigen Türmen …



… und hier ebenfalls eine Südansicht mit Querschiff und den beiden ganz anders gestalteten Türmen. Einer steht nördlich an der Hofstrasse und  der andere südlich an Ebrachergasse.



Noch eine  weitere Ansicht der Südseite vom Dom mit Querschiff eingerahmt vom Burkardushaus . Etwa 300 m weiter östlich (Luftlinie) befindet sich die Würzburger Residenz mit ihrem wunderschönen und riesigen Hofgarten.



Nicht weit weg vom Würzburger Dom steht die aus rotem Sandstein im Renaissance-Stil  erbaute Neubaukirche



…  deren 91 Meter hohe Turm von überall her zu sehen ist.



Gleich dahinter an der Neubaustrasse mit Blick …



… zur Festung Marienberg …



… befinder sich das Hotel Rebstock …



… mit seiner wunderschönen Rokokofassade von 1740.



Gleich hinter dem Rebstock, in der Franziskanergasse Richtung Innenstadt, steht diese sehr schlichte Klosterkirche vom  Franziskanerkloster …



… die Franziskanergasse  verbindet sich mit der Sterngasse und wird immer bunter …



… und zeigt sich hier …



beim  Sternbäck mit Distelhäuser – Pils gemütlich …



oder sonst wie vielfaltig …




 und hier in der Domstrasse nahe am Dom beim Winzermännle besonders erhaben …



… und blumig – zuckersüss …



…  in der Domstrasse nahe dem Grafeneckart Rathaus 



… wo sich in der Zwischenzeit viele Leute versammelt haben ..



… zeigt die Turmuhr schon bald die volle Mittagsstunde an …



… noch ein letzter Blick zum Dom …



“Ja, du heiliger Bimbam du hast gut lachen. Auch ich gebe mich geschlagen …



und verziehe mit ins Jenseits …



… besser gesagt zu andern Schönheiten …


 



… nahe vom Marktplatz …



… mit der  Marienkapelle und meinen Bericht vom 23.01.2018   …



 … dann vorbei an der Fürstlichen Castell’sche Bank …



… in die Rückermainstrasse … 



 


… zu dieser neuzeitlichen Brunnenanlage …



… um mir die Hände zu waschen …



… und mich wieder unter die Leute zu mischen und da vorne … 



… in der Karmelitenstrasse  … 



… beim Fischermarkt …



… dem kecken Fischerjungen auf seinem Fischerbrunnen auch noch die Ehre erweise.



Der muntere Fischerjunge winkt beherzt mit seinen Utensilien …



… hinüber zum Rückermainhof 



 und huldigt den holden König mit seinem Fischergruss.



… Das liebliche Engelskind seinerseits …



… blinzelt den Männern von der Strassenreinigung zu …



… die am Fischmarkt bei der



… ehemaligen Gaststätte zum Reichsapfel  (jetzt Pizzeria) auf ihren Einsatz warten.



Ich meinerseits verziehe mich in diese luftige Gaststätte um mich zu erholen, um später auch noch die Alte Mainbrücke und seine Umgebung zu erkunden. 

Mögest du Ruhe finden, wenn der Tag sich neigt

und deine Gedanken noch einmal die Orte aufsuchen,

an denen du heute Gutes erfahren hast.

Auf daß die Erinnerung dich wärmt

und gute Träume deinen Schlaf begleiten.

Altirischer Segenswunsch

In der Innenstadt von Würzburg …

… befindet sich direkt am grossen Marktplatz die Würzburger Marienkapelle , welche wegen ihrer Farbgebung und filigranen Bauart auffällt.



Diese grosse Kapelle in ihrer gotischen Gestalt präsentiert sich heute im vollen Sonnenlicht  auffallend und besonders prächtig.



Das gotische Gotteshaus mit barocker Turmhaube ist …



…  beim Bombenangriff vom 16. März 1945  sehr stark beschädigt worden. Hingegen hat der Turm diesen Bombenhagel ohne nennenswerte Schäden überstanden.



Im Jahr 1711 hat ein Blitzschlag den Turm zerstört. Zwei Jahre später ist dieser restauriert und mit barocken Elementen ergänzt worden. Der Turmspitze ist eine doppelte 5,38 Meter hohe kupfervergoldete Maria-Immaculata-Figur aufgesetzt worden.



Das Südportal (flankierend mit den beiden nackten Skulpturen Adam und Eva) …


 

 

… zeigt die Krönung der Hl. Jungfrau Maria. Dummerweise habe ich das Nordportal mit der Darstellung der  Ohrzeugung ; das heisst, eine Erklärung, wie die Gottesmutter “schwanger” wurde (siehe auch diesen Link  ) nicht wahr genommen.



Dafür habe ich diese Fensteransichten der östlichen Aussenfassade … 



… und im Innern der Kirche den Altarraum …



… beim Eingangsbereich das Grabmal des Ritter Konrad von Schaumberg …



… das prächtigen Mittelschiff …



… das Bildnis des barocken Baumeisters Balthasar Neumann …



… die im Jahre 1969 neu erbauten Orgel …



… sowie die Heilige Jungfrau Maria mit ihrem Kind …



… und weitere Darstellungen nicht übersehen …



… auch nicht das Bild der entschlafenen Gottesmutter  und deren Himmelfahrt  .



Dieser Obelisk , welcher nahe der Kirche und mitten auf dem Marktplatz steht …



… ist umringt von vielen Markt- und Attraktionsstände wegen dem alljährlich stattfindenden Würzburger Stadtfest …


 


… und für einmal leider nicht als Brunnen erkennbar. . 



Der Maibaum 2018 …



… steht unübersehbar und in bester Festlaune seit dem 1. Mai auf dem Marktplatz. Nicht nur hier in Würzburg sondern in fast allen bayerischen Orten werden zu Frühlingsbeginn solche prachtvoll geschmückte Bäume gestellt.



Auf dem Marktplatz hinter der Kirche …



beim  Haus zum Falken  …



…  überblicken bereits morgens um 10.00 Uhr muntere Typen … 



… das Festgelände  …



… bewundern z.B. dieses Blütengemüse namens Artischocke …



… oder diese bunten Vitaminattraktionen … 



… und sichten erste Käufer, die auf ihre Ware warten, sowie Bänke und Tische die  bald aufgestellt auf gut betuchte, bestens gelaunte, sitz- und trinkfeste Gäste hoffen.



Auch das wäre eine geile Sache …



 

… wie auch die vielen musikalischen Aufführungen von und mit top motivierten Künstlern …



… jeden Alters, wie dieser Weinbauer auf dem Häckerbrunnen beweist.

Wie man sieht, sogar ein waschechter Häcker,
der bewaffnet mit Hacke und Mostbartel
stets zum Krampfen und Saufen bereit.

Bamberg liegt beim Kilometer 0

…  vom Main – Donau – Kanal im Mündungsgebiet der Flüsse Main und Regnitz . 



Für eine Besichtigung der Stadt Bamberg   



… legen im Hafen von Bamberg  für Flusskreuzfahrtschiffe …



… in einem Seitenkanal der Regnitz an. 



Bamberg mit seinen sieben Hügeln, dem Dom …



…  und den vielen farbenfrohen Sehenswürdigkeiten.



…wie zum Beispiel das Hotel Residenzschloss …


… mit seiner wunderschönen Fassade.

 

Klassikfreunde kennen die Bamberger-Symphoniker


… welche hier in diesem wunderbaren modernen Gebäude ihre Konzerte abhalten.



Dieses Teilstück der Regnitz  – wir stehen hier am Leintritt …



… und sehen hinüber zum Klein Venedig von Bamberg …


… sowie etwas weiter oben zum “Am Kranen” mit dem Hafen für Ausflugsschiffe und Richtung Zusammenfluss vom  Linken Regnitzarm  und Rechten Regnitzarm (Nonnengraben). Östlich, weiter hinten ist die Fussgängerzone “Grünen Markt” mit dem Wochenmarkt 

 ”Am Kranen” beginnt auch das Areal der  Universität Bamberg  mit den beiden historischen Gebäuden für Geschichts- und Geowissenschaften.   

Der Platz  Am Kranen , sowie der Hafen für Ausflugsschiffe ist umrahmt vom Gebäude der gemeinnützigen Einrichtung der Universität der historischen Geographie  (Historical Geography Bamberg).

Hier stehe ich östlich vom “Alten Rathaus” auf der “Oberen Brücke” über dem “linken Regnitzarm” und fotografiere über die “Untere Brücke” – flussabwärts – zum Quartier “Klein Venedig” (rechts) und das Gebiet “Am Leintritt” (links). 

 

Von der “Oberen Brücke” beim “Alten Rathaus sieht man flussaufwärts die Fussgängerbrücke “Geyerwörthsteg”.

Sicht auf der “Untere Brücke” stehend zur “Obere Brücke” und ganz hinten zur Fussgängerbrücke “Geyerwörthsteg”

Die Bewohner “Am Leintritt” und die gegenüberliegende Fischersiedlung Klein Venedig  sowie das ganze Gebiet  am “Alten Kranen”  haben bei starken Regenfällen stets mit Hochwasser rechnen müssen. Auch jetzt trotz Korrekturen beim Jahnwehr   und Hochwassersperrtor  haben die Bamberger immer wieder schwerere Überschwemmungen erlebt  (letztmals mit dem Sturmtief Brunhild am 6. Januar 2018). 

Gemäss Reiseleiter sei beim letzen Hochwasser der Wasserstand so hoch gewesen, 

… dass ein Wandmalereienkünstler von seinem Kahn her diese Graffiti an die Brüstung von der “Unteren Brücke” habe anbringen können. Folgende Bild-Berichte widerlegen diese These: Kunst an der Brücke und  Projekt Graffis an der unteren Brücke

Hier stehen wir auf der Obere Brücke (über den linken Regnitzarm) vor dem Torbogen zum Alten Rathaus (westliche Seitenansicht) mit einer Skulptur von Rui Chafes.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf der Ostseite vom Torbogen steht ebenfalls eine Plastik vom Bildhauer  Rui Chafes (geb.1966) . Alle hier in der Stadt präsentierten Figuren …



… sind dem Thema Seelenschatten  gewidmet.



… vor dem “Alten Rathaus” und gegenüber der Rui-Skulptur  steht diese “Kreuzigungsgruppe” und etwas weiter ostwärts …



… laufen wir entlang dieser Häusergruppe …



… und amüsieren uns über diesen schmucken Storch mit seiner Elfenwerkstatt, der …



… zur Fussgängerzone “grünen Markt” mit  der Stadtpfarrkirche St. Martin  …



… mit den wunderbaren Fassadenfiguren zeigt …



… wie hier zum Beispiel die Heilige Ottilia …



… oder diese barocke Figur …



… welche über den Wochenmarkt zum gegenüberliegenden  Neptunbrunnen blickt.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Wir verlassen den Markt und laufen hinüber ans Ufer vom “Linken Regnitzarm”  ,,,



… zum Platz “Am Kranen” mit seinen zwei alten Hafenkranen.



Von hier aus sieht man  wunderbar zum Westufer “Am Leintritt”, mit dem Staatlichen Bauamt Bamberg und zur Justizvollzugsanstalt Bamberg (gelber Bau im Hintergrund). 



Gleich “Am Kranen” steht das älteste Gebäude der Universität Bamberg. Hier kann man sich für Geschichte und Geologie einschreiben lassen.


Vom Platz mit dem Universitätsgebäude und den alten Kranen gelangen wir wieder …


… auf die  ”Untere Brücke”, um hier die Bronzeplastik 


 

 

Centurione des polnischen Künstlers Igor Mitoraj zu bewundern.

 

 

 



… und dann etwas später mitten auf der “Unteren Brücke”  vor dem Denkmal der  Kaiserin Kunigunde von Luxemburg zu stehen, …  


   

… als mäjestetischen Kontrast zum Hellblau der Fassade vom  Heller Haus .



Zusammengefasst: Das mittelalterliche Bamberg beeindruckt, entlang der Regnitz, im Quartier Klein Venedig, …



… sowie in der Innenstadt mit dem historischen Stadtkern (UNESCO Weltkulturerbe) und seinen wunderbaren gut erhaltenen Bauten …



… seiner Fülle an reich geschmückten Schildern für Gasthöfe, Läden, Apotheken usw.



… vielen restaurierten Riegelbauten …



… mit seinen liebevoll gestalteten Eingangsbereichen.


 

In diesem Teil der Stadt riecht es von gebratenen und geschmorten Fleisch, sowie von gekochten Kohl- Kabis- und  Sauerkrautgerichten – so glaube ich – rund um die Uhr. 

 


Wir lassen die Innenstadt hinter uns, um 



… um auf dem Domberg den berühmten Bamberger Dom zu besuchen.


Darüber berichte ich gerne ein anderes Mal.

Mit dä Galgevögel uf em Rhy …

 Ende Februar fahren wir mit dem Flussschiff MS Thurgau Ultra  der Thurgau Travel AG auf dem Rhein von Basel nach Breisach und Strassburg.



Am Passagierterminal Basel St. Johann beim Steg 1 (Km-Punkt 166)  im Oberrhein steht das Schiff flussaufwärts. Wegen der Strömung des Flusses liegen alle Schiffe an ihrem Ankerplatz “gegen den Strom”. Der Bug teilt das abwärts fliessende Flusswasser und reduziert so die Wasserkraft gegen das Schiff. Der Kahn liegt ruhiger und schont die Seile, dies besonders bei Hochwasser.



Zum Glück bin ich klein gewachsen und kann diesen Warnhinweis übersehen …



Auf dem Sonnen- oder Skydeck ist der Funk-, Radar- und Fahnenmast abgesenkt worden. Die Relinggeländer und Stühle liegen auf dem Boden, nicht wegen dem Wind, der im Moment bei Minus 4 Grad mit ca. 30 km/Std. uns um die Ohren pfeifft, sondern wegen den hier im Oberrhein sehr tief liegenden Brücken. Beim Passieren von tief liegenden Brücken (oder bei Hochwasser) wird auch die Steuerkabine abgesenkt.



Pünktlich um 11.45 Uhr legt die MS Thurgau Ultra Ultra ab. 



Auf dem Schiff ist auch die Thurgauer Band Galgevögel, welche uns im Laufe der nächsten Tagen mit einem Konzert und weiteren Konzerteinlagen beglückt.



Ein letzter Blick zurück nach Basel und schon bewegt sich das Schiff vom Ufer weg.



Nach einem Dreh-Mannöver steht das Schiff …



… mit seinem Bug flussabwärts und wir  fahren zur Rosenbrücke …


… und unter ihr durch …


… um sie schon bald strahlend hinter uns zu lassen.



Die Fahrgeschwindigkeit erhöht sich …



… um bei der Mündung vom Flüsschen Wiese mit etwa 10 Knoten oder 18 km/h …



… Richtung Dreiländereck  …



Schweiz (Basel) – Deutschland (Weil am Rhein)  und Frankreich (Huningue), um …



… etwas später unter der Dreiländerbrücke …



und der Pont du Palmrain durchzufahren …



… und schon bald das Stauwehr vom Kraftwerk Kembs  zu entdecken.



Wir werden zu einer Orientierung in den Salon, das sogenannte Theatron gerufen, als wir just die erste Schleuse und zwar die von Kembs vor uns haben und in sie einschleusen.



 


Diese Schleuse ist im Jahre 1932, mit zwei Schleusenkammern zu je 180 m x 25 m und versehen mit je einem 13,20 m hohen Hubtor.



Wir stehen Fluss abwärts  in der rechten Schleuse, die sich zu entleeren beginnt. Sobald die Kammer leer ist, wird das Hubtor angehoben und unser Schiff kann die Schleuse verlassen. Leider werden wir zum Mittagessen gerufen und etwas später vor dem Zimmerbezug zu bemerken, dass wir …


 


… dass wir bereits in der Schleuse von Ottmarsheim  stehen. Diese Schleuse  wurde 1952 erbaut. Hat ebenfalls zwei Kammern (183,4×11,4m und 183×22) und je ein Hubtor.



Etwas später, nach dem Zimmerbezug dürfen wir nicht mehr aufs Sonnendeck, weil …



… die Windstärke (jetzt ca. 60 km/h) enorm zugenommen hat. Stehen auf Deck erschwert.



Deshalb verziehe ich mich auf den kleinen Raucherbalkon im Mitteldeck und geniesse den Fahrtwind, die Bise und den Gischt um die Nase …



Hinter mir grummelt eine schlotternde Raucherin: ”Ich hoffe, dass es weiter unten etwas wärmer und grüner wird. Das ist ja eine ganz öde Landschaft hier!” Dass es etwas grun, grün oder grien wird, dass weiss ich (von früheren Fahrten) aber das ist etwas anderes als die Dame hinter mir wünscht.



Dem Fluss aufwärts stürmenden Öl-Tanker VENTRANS II  ist auf jeden Fall nicht öd ums Herz, er raucht auch nicht und fühlt sich eher etwas verschieden farbig blau. Hätte die Klagende hinter mir eben so viel Öl im Bauch und einen guten Speed im Getriebe, fühlte sie sich sicherlich nicht unterkühlt beim Motzen und Rauchen.


 



Schon bald passieren wir den Port Rhénan de Mulhouse – Ottmarsheim.



Da sind sie am arbeiten …



Diese Container-Kranen-Anlage ist nicht in Aktion.


 


Denn die Containerladungen wären beim heutigen starken Wind all zu sehr durch die Luft geschaukelt worden.


Diese Fördermaschinen ruhen ebenfalls …



… wie auch diese Silos der Firma Hocim.



Dafür fliesst hier der Weizen stiebend vom Lager übers Förderrohr in den Spits (Motorgüterschiff oder Frachtschiff). 



Nach dieser Eisenbahn- und Strassenbrücke “Rhein-Brücke Neuenburg – Baden” dürfen wir wieder aufs Sonnendeck … 



… als wir diesen  Ölfrachter RP Antwerpen kreuzen, stellt sich heraus, dass es sich …



.. um ein Schiff der Reederei Basel (Schiffseigner Intership AG Zug) handelt; denn am Heck flattert eine Schweizerfahne. 


Schon nähern wir uns der Schleuse Vogelgrun. Zu deutsch sagt man tatsächlich Vogelgrün (elsässisch Vogelgrien). Das dazugehörige Dörfchen hat ca. 550  Einwohner und gehört zu Breisach, das ein paar Kilometer vor uns direkt am Rhein liegt.



Wir schleusen die Schleuse Vogelgrun. Ein Schwarm Kormorane begleitet uns …



…und wir freuen uns auf das Konzert der lässigen Thurgauer “Galgevögel” mit Hansjörg Enz, Andreas Rüber, Alex Good, Rolf Stiefel, Werner “Globi” Straub und Diego Alessi 



Erst aber beobachten wir die Einfahrt unseres Schiffes in die Schleuse. 



Ein heftiger Biswind weht über die gefüllte Schleusenkammer.



Über das Hubtor führt eine Brücke. Es herrscht reger Strassen-Verkehr. 



Ich begebe mich zum hinteren Teil des Schiffes. Da entdecke ich uns gegenüber eine etwas kleinere Schleuse. Die untere Schleusenkammer ist leer. Denn das zweifache Schwenk-Schleusentor, mit darüber liegender Fussgängerbrücke (gelb) ist geschlossen und hält so das Wasser vom abwärts fliessenden Rhein zurück. Die Schleuse steht somit bereit für eine “Flussaufwärts-Schleusung”. Das heisst, sobald ein Schiff stromaufwärts ankommt, kann es in diese leere Schleusenkammer fahren. Das Hubtor am anderen Ende der Schleuse senkt sich und  verschliesst die Schleusen-Kammer. Der Schieber wird geöffnet und das Wasser kann nun die Kammer fluten. Das Schiff hebt sich. Sobald die Kammer gefüllt ist wir sich das gelbe Doppelschwenktor  langsam öffnen (hier gegen den Strom).



Das Schiff kann die Schleuse verlassen dann elegant weiter stromaufwärts fahren.



Unser Schiff möchte bald einmal flussabwärts fahren. Es steht hoch oben in der gefüllten Schleusenkammer. Der Kapitän überprüft ob …



… das Schiff gegen Ausschweifungen / Abtriften gesichert ist …



… und am richtigen Ort steht.


 Der Kapitän überwacht hier am Aussensteuer (also nicht im warmen Steuerhaus) die Schleusung. Von hier aus kann er schneller reagieren, wenn das Schiff zu stark schlingert und so an die Schleusenkammerwand (oder Zweitschiff) stossen würde. 



Er sieht von da aus auch besser, ob sich das Schleusentor richtig …



… und komplett verschliesst. Dann gibt er den Befehl an den Schleusenwärter oder seinem Matrosen die Schieber zu öffnen und so die Schleusenkammer zu entleeren. Dank der Computer- und Telekommunikationstechnik kann (bei wenig Verkehr oder nachts) das ganze Schleusenprozedere ohne Schleusenwärter vorgenommen werden.


Ich begebe mich ins Theatron, denn das Konzert der Galgevögel wird in ein paar Minuten stattfinden.



Tatsächlich da singen und musizieren sie schon die Thurgauer, während das Wasser langsam aus der Schleusenkammer abfliesst …



… sich das Hubtor der “Schleuse Vogelgrun”  öffnet und uns auf die weitere Reise flussabwärts entlässt, 



… begleitet von einem Möwenschwarm  und dem allseits so beliebten AHV-Tango,innbrünstig gesungen von Hansjörg Enz gemeinsam mit Andreas Rüber.



Wir sind bei Breisach und werden in der Nacht nach Strassburg weiter fahren. 



Danke Hansjörg Enz, Andreas Rüber, Alex Good, Rolf Stiefel, Werner “Globi” Straub und Diego Alessi für die schönen, unterhaltsamen und sehr lustigen Stunden mit euch.


Liebe muttiswelt – Leser hört euch in die diversen CD’s der coolen Band ein und kauft die eine oder andere Scheibe – zum Beispiel die Neueste: Galgevögel – badu wadaja


oder:  Galgevögel – Anna Göldi – Inventur


Termine der nächsten Konzerte hier: Events


Musikvideo: Bla Bla Bla

 

Die Kathedrale von Palermo …

… mit dem wunderschönen Namen “Maria Santissima Aussunta” …



… befindet sich unweit der Porta Alta, direkt an der Via Vittorio Emanuele. Die zwei Westtürme bilden mit je einem Doppelbogen (über die Via Matteo Bonello) eine Verbindung …



… zur Chiesa di Santa Maria La Vetere.



Die Kathedrale ist umrahmt mit einer schmucken Steinmauer, den diversen Eingangstoren,  mit flankierenden Skulpturen von Aposteln …



… und Heiligen, wie hier die heilige Christina.



Mitten im Park steht das Grabmal der Schutzpatronin der Kathedrale …



… der Maria Santissima Aussunta (heiligste in den Himmel aufgenommene Maria).



Hier ungefähr unter der Domkuppel stand im 6. Jahrhundert die ursprüngliche von Papst Gregor dem Grossen errichtete Basilika …



Die grosse Barockkuppel hat der Florentiner Ferdinand Fuga im Jahre 1781 erstellt. Die kleineren grünlich weissen barocken Kuppeln über den Seitenschiffen, umrahmt von Apsiden und Zinnen, sowie die im Gemäuer angebrachten Intarsien und der turmartige Aufbau beim Eingangsbereich zeigen sich in einem vielfältigen Bild.



Während der arabische Herrschaft ab dem Jahre 827 ist die ursprüngliche Kathedrale als  Moschee (Gebetshaus, Hochschule, Bäder und Bibliotheken) betrieben worden. Im Jahr 1061 eroberte und beherrschte König Roger I. Sizilien. Er übertrug die Moschee wieder dem damaligen Erzbischof. Die Muslime wurden toleriert. Erst als König Wilhelm II. 1189 starb, wurden die muslimischen Einwohner diskriminiert und ein friedliches Miteinander praktisch verunmöglicht. 



1169 beschädigte ein Erdbeben die Kathedrale. Ein Teil der Kirche, sowie die Moschee und deren Nebengebäude wurden abgerissen. In den Jahren 1184/85 wurde das Gotteshaus im byzantinisch-arabisch-normanischen Baustil neu erstellt.  



Die diversen Umbauten ab dem 14. und 15. Jahrhundert …



… zeigen die gelungene Verschmelzung verschiedener Bauformen wie folgt: 



In den Jahren 1426 bis 1430 wird die Südfassade der Kathedrale von Antonio Gambarae mit drei Arkaden, als eine Art Säulenhalle (Portikus) im gotisch-katalanischen Stil ergänzt,


 


… mit Einbindung dieser zwei blauen  Marmorsäulen …


 


… welche zur ursprünglichen Basilika und nachfolgenden Moschee gehörten, wie diese Sure aus dem Koran, bezeugt.



Das Eingangsportal mit dem byzantinischen Mosaik-Bildnis “Madonna mit Kind” (13.Jahrh.) und die filigranen Holzschnitzereien  von Francesco Miranda (1432) über dem Haupteingang harmonieren sehr schön mit den prächtigen Säulen und den schmuckem Säulenköpfen (Kapitellen).



Im Arkaden-Eingangsbereich (Portikus) ist in einer Seitenwand ein Denkmal für Carolo Borbonio (richtiger Name Charles III. de Bourbon – Montpensier) eingelassen. Dieser hat 1526 im Auftrag von  Kaiser Karl V. als kaiserlicher Heerführer Rom zurückerobert.



An der gegenüberliegenden Wand ist das Denkmal für Vittorio Amedeo II (Victor Amadeus II.) aufgesetzt. Gemäss Vertrag von Utrecht wurde der Herzog von Savoyen 1713 zum König von Sizilien gekrönt. Er regierte die Insel  sieben Jahre. Gemäss Vertrag von Den Haag tauschte er Sizilien mit Sardinen.



Das Innere der Kirche zeigt sich in einem ganz anderen Bild als vermutet:



Die riesengrossen Gänge und Gewölbe …



… die diversen Grabstätten …



… sowie Nebenaltäre …



… und diesem Hauptaltar …



… oder zum Beispiel dieser Altar …



… mit den hohen goldenen Toren …



… und massiv güldenen Aufsätzen.



Die vielen wunderschönen Wandintarsien, sowie die Decken- und Gewölbebemalungen gehen fast unter …



Einzig der Altar der Schutzheiligen 



… haben mich mich kurz inne halten lassen. Normalerweise kann ich mich innerhalb einer Kirche gut entspannen und nebst einem Gebet auch folgendes Zitat von Nathaniel Hawthorne verinnerlichen:


Der christliche Glaube ist wie eine großartige Kathedrale


mit herrlichen bunten Fenstern.


Wer draußen steht, sieht sie nicht.


Aber dem, der drinsteht, wird jeder Lichtstrahl


zu einem unbeschreiblichen Glanz. 


Doch leider vor (l)auter Leute, der vielen Heiligen- Engels- und Künstlerdarstellungen und besonders das viele barocke güldene Zeug haben mich komplett erschlagen! Auch war ich zu müde, um die wirklich wunderschönen …



… Wandbilder genauer zu studieren und fotografieren.



Deshalb hat mir der aufklärende Himmel  …



… und dieser Spruch am Ostturm mit Uhrgehäuse …


- OPERIBUS CREDITE (Glaube den Taten) -


… zu einem Glanz ganz anderer Art verhelfen können … 


ebenso die Aussicht, am Nachmittag



 


… die Kathedrale von Monreale (nahe von Palermo), eine Basilika in ähnlichem Baustil, besuchen zu dürfen …

Muttis Blitzbesuch auf Sizilien …

… beginnt in Palermo …



… genauer beim Stadttor der Porta Nuova (ital. für “neues Tor”), anfangs der Via Vittorio Emanuele. Der  Vizekönig Marcantonio Colonna aus Italien hat das ursprüngliche Stadttor abreissen lassen und  zur Erinnerung an den gemeinsamen Tunisfeldzug  mit Kaiser Karl V. (HRR), dem damaligen Regenten von Sizilien 1583, wieder neu errichten lassen. 



Auf der Westseite der Porta Nuova symbolisieren die vier tragenden Säulenskulpturen die besiegten Osmanen / Mauren und die vertriebenen Araber aus Sizilien. 



“Insha’Allah – so Gott will!”, scheinen die zu klagen.



Nach einer Explosion durch Schiesspulver wurde ein Teil des Tores zerstört und 1669 wieder aufgebaut und mit dieser Loggia, einem Pyramidendach und kleinem Turm ergänzt. 



Ja, die Schutzengel dürfen natürlich nicht fehlen …



Die Ostseite des Tors präsentiert sich eher nüchtern.



Ers bei der Piazza della Vittoria, dass die Porta Nuova mit dem Palazzo Reale  …



… dem Schloss von Palermo, dem heutigen Regierungssitz von Sizilien verbunden ist. Der Palast steht auf dem höchsten Punkt von Palermo und wurde ursprünglich im 9. Jahrh. vom arabischen Fürst und Befehlshaber, dem Emir von Palermo erbaut.


200 Jahre später, nach dem Einmarsch der Normannen nach Sizilien (via Süditalien) wurde aus dem “Palazzo Reale” (königlicher Palast)  der ”Palazzo di Normanni “(Normannenpalast). Als erster Normannenkönig residierte hier Roger der II. Weitere normannische Könige folgten bis das Königreich Sizilien im Jahre 1412 seine Selbständigkeit verlor. Von da an bis zum Anschluss von Sizilien an Italien (1816) und bis zur Vereinigung vom Königreich Neapel mit Sizilien regierten Vizekönige (aus Spanien, Savoyen, Österreichisch (Habsburg)  und Frankreich (Bourbonen) das Land. Ab 1861 bis 1946 regierte der italienische König Vittorio Emanuele II. (ebenfalls König von Sardinien -Piemont) auch Sizilien. Ob er in diesem Palazzo gewohnt hat weiss ich nicht …


… Auf jeden Fall kann man heute in der grosszügigen Parkanlage (unter dem Schloss) nebst den vielen Touristen und Einheimischen, solche kurvigen Gestalten …



… und der eine oder andere Parlamentarier antreffen – meist aber erst nach seinem Ableben in Stein gehauen.



Palermos Besucher können sich ebenfalls mit der Kutsche, welche überall vor den Sehenswürdigkeiten stehen, durch die Stadt fahren lassen …



… oder sich von einem solchen sizilianischer Obstkarren einen frisch gepressten Orangensaft holen. Leider ist dieser kein typischer Carretto siciliano oder auf sizilianisch – Carrettu Sicilianu. Doch immerhin sind die Früchte darauf echt und sehr saftig und süss.



Legt man eine Zitrone neben eine Orange,

so hören sie auf, Zitrone und Orange zu sein.

Sie werden Früchte.

Georges Braque