Archiv der Kategorie: Muttis Reisen

Mâcon ein Juwel an der Saône

Unsere MS Thurgau Rhône steht bei Mâcon am Ufer der Saône und wird geduldig warten bis wir wieder von unserer Stadtbesichtigung zurück sind.

Mâcon ist eine Stadt mit 33’638 Einwohnern (Stand 2017). Diese liegt etwa 60 km nördlich von Lyon, wo die Saône in die Rhône mündet. Mâcon wurde im 3.Jh.v.Chr. von den Kelten gegründet, von den Römern vergrössert und mit strategischen Strassenkreuzungen, sowie Grenzposten ergänzt. Im Mittelalter kaufte Ludwig der Heilige diese Stadt, welche dann nach dem 100 jährigen Krieg vom Karl dem Kühnen übernommen wurde. Zwischendurch so um 1814 und 1815 gehörte die Stadt den Österreichern. Während dem zweiten Weltkrieg galt die Stadt noch bis 1942 als freie Zone zwischen Paris und Lyon. Wurde dann aber von einer Wehrmacht der Nazi doch noch besetzt, bis sie am 4. September 1944 von den Alliierten befreit wurde.

Als Erstes treffen wir auf den französischen Schriftsteller Alphonse de Lamartine (1790 – 1869). Lamartine war nicht nur ein Lyriker, sondern ab 1812 Bürgermeister vom nahen Milly – seinem Geburtsort.

Majestätisch posiert er auf seinem Sockel gegenüber vom Macon Town Hall und dem Stadthaus “Mairie de Macon” …

… und dem wunderschönen “Macon Parc”.

Das ist die grossartige Pont Saint- Laurent. Römische Legionäre bauten hier ursprünglich eine Holzbrücke über die Saône. Diese wurde im 11. Jahrhundert durch eine sechs bögige Steinbrücke ersetzt und bildete von da an einen strategisch wichtigen Übergang (wirtschaftlich und militärisch) über die Saône. Aus diesem Grund hatte man damals die Pont Saint-Lauren mit massiven eisernen Ketten versehen, um sie jederzeit unpassierbar machen zu können. Zur besseren Ausgleichung der Strömung wurde ca. 1550 die Brücke um einige Brückenbögen verlängert.

Beim Place Saint-Pierre steht die gleichnamige Kirche aus dem Jahre 1860. Für deren Vollendung fehlte der Stadt Mâcon das Geld. Kaiser Napoleon der III. hatte der Stadt die fehlenden 200’000 Franc überbringen lassen – natürlich mit dem Hintergedanken, dass zu seiner Huldigung und Übergabe vom Verdienstkreuz der Ehrenlegion noch rechtzeitig fertig werde.

Für die Coronakranken und deren Pflegende sind in dieser Kirche, wie in vielen anderen von Frankreich, Flaggen aufgehängt worden

Die ehemalige Kathedrale Vieux Saint Vincent mit seinen achteckigen Türmen war früher der Sitz vom Bischof von Mâcon
Der gotische Bau ist nach verschiedenen Umbauarbeiten 1799 abgerissen worden, einzig die Türme und der älteste Teil der Kirche sind bis heute erhalten geblieben und ist heute ein denkmalgeschützes Monument, welches hinter den Verglasungen und im unterirdischen Bereich diverse Steinskulpturen und Relikte aus der früheren Zeit zeigen.

Beim Place aux Herbes steht das ältesten noch gut erhaltene und bewohnbare Haus von Frankreich. Es ist 1490 erbaut worden.

Mir fällt diese Türe auf. Aus dem Geschäft von nebenan kommt eine Frau und erklärt uns folgendes dazu:

Hier in Mâcon, wie auch in Lyon hätten die Seidenweber in ihrem eigenen Zuhause oder in grösseren Räumen kostbare Seidenstoffe hergestellt. Damit die Ware vom Herstellungsort trocken zu den Verkäufern in die Läden, zu den Markt-Händlern an der Saône und am Hafen auf die Frachtschiffe habe gebracht werden können, sind eigens dazu solche Durchgänge gebaut worden. Die Leute seien mit ihren Stoffen, von einem Hauseingang zum anderen gelaufen, dann wieder durch einen nächsten Gang usw. Jetzt seien einige schützenswerte Durchgänge zu Museen und Galerien umfunktioniert worden.

Die Pont Saint-Lauren verbindet Mâcon mit La Levée.

Der Kapitän auf der Schiffsbrücke dirigiert sein Schiff,
damit es Städte, Dörfer, Flüsse und Meere miteinander verbindet;
ebenso dass der Schifffahrer und Mitreisende die Welt
- so weit wie es ihm beliebt –
entdecken und wahrnehmen darf,
ohne dabei den Wert der Zeit,
den Sinn und Zweck von seinem Dasein
aus den Augen zu verlieren.

Wilhelm von Humboldt präzisiert dies kurz und bündig:
“Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen,
die dem Leben seinen Wert geben.”

Auf der Donau nahe von Sfântu Gheorge

Lieber Sonnenaufgang hab dich gerade noch erwischt.

Ja, morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung.

Er liegt so ruhig und erhaben der Bratui Sfântu Gheorge oder der St.George Arm – bekannt als südlichster Mündungsarm der Donau ins Schwarze Meer.

https://de.wikipedia.org/wiki/St._Georg_(Flussarm)

Wir nähern uns Sfântu Gheorghe …

https://de.wikipedia.org/wiki/Sf%C3%A2ntu_Gheorghe_(Tulcea)

Link für Zusatzinfos betreffend Infrastruktur, Leben, Reisen und Arbeiten, sowie Unterkünfte im Fischerdorf Sfântu Gheorge:
http://romaniabikehotels.com/donaudelta/

Sfântu Gheorghe ist von ausserhalb nur per Boot oder Fähre erreichbar.

Deshalb lernen die Kinder hier als Erstes Rudern und Motorboot fahren.

Am Hafen begrüsst uns ein Vierbeiner und beobachtet etwas misstrauisch …

… das Wendemänover von unserem Kapitän …

… um dann die “Dnieper Princess” Minuten später am Schiffs-Steg anzudocken.

Die Matrosen sichern das Schiff …

… und wir können auf …

… unser Ausflugsschiff umsteigen …

Ein Kollege war schneller als ich und hat bereits seine Kamera schussbereit gestellt.

Meine Wenigkeit winkt per Blitzer diesem ukrainischen Schiff, welches schon bald die Mündung vom nur wenigen Km entfernten Schwarze Meer erreichen wird, um von da in sein Heimatland zurück zu fahren.

Wir unsererseits unternehmen einen Ausflug, damit wir den

… Donaumündungsarm Sfântu Gheorge …

… welcher sich über ein 60’576 ha grosses Naturgebiet erstreckt, zu entdecken.

https://de.wikipedia.org/wiki/Biosph%C3%A4renreservat_Donaudelta

Die Wolken dahinten entpuppen sich als riesige Rauchfahnen.

Hier sieht man deutlich, dass es im Schilf brennt. Man erklärt uns, das jeweils im Herbst Schilfbestände, welche krank sind abgebrannt werden. Zu Hause erfahre ich, dass mit dem Abrennen vom Schilf mehr bebaubaren Boden für Siedlungen oder für landwirtschaftliche Betriebe (Rinder- und Schafe, Gemüse-, Obst-, Beeren- und Weinanbau) erbracht wird.
Zu Zeiten von Nicolae Ceausescu https://de.wikipedia.org/wiki/Nicolae_Ceau%C8%99escu
ist in Rumänien und besonders im Donaudelta sehr viel Wald- und Schilfbestände, sowie unzählige Feuchtgebiete (inkl. Begradigung von Flussläufen) zu Gunsten vom Wohnungsbau und für die Industrialisierung und für Landwirtschaftsprojekte zerstört worden.
Nach der Wende (Sturz vom Diktator im Jahre 1989) hat sich hier die Natur erholen können. Für die “Einheimischen wie auch für die neu angesiedelten Leute” ist das heutige Leben hier im Delta zu einer Gratwanderung bezüglich Ökologie und Ökonomie geworden. Siehe dazu folgenden Bericht von Keno Verseck -”Wende im Schilf” (Deutschlandfunk-de)
https://www.deutschlandfunk.de/die-wende-im-schilf.922.de.html?dram:article_id=128644

Der Fischfang …

… am dichten Schilfufer ist jetzt im Herbst trotz starkem Wind …

… um einiges angenehmer als im heissen Hochsommer oder bitterkalten Winter.

Dieser Donauarm führt direkt zum Schwarzen Meer …

…dessen Mündung wir hier gerade noch erahnen können.

Leider wendet unser Schiff wieder …

… und da schreit jemand: “He Leute, schaut mal, da hat es einen Vogel …”.

“… und da fliegt sogar einer!” , ruft eine andere Person.

“… und da wartet einer auf die Fische”, denke ich, und erinnere mich dabei an ein Video der Planet-Schule, de:
https://www.planet-schule.de/sf/php/sendungen.php?sendung=813

Im Eiltempo …

… nähern wir uns unserem schwimmenden Hotel, um nach dem Mittagessen die Gemeinde Sfântu Gheorge https://de.wikipedia.org/wiki/Sf%C3%A2ntu_Gheorghe_(Tulcea) zu besichtigen.
Nicht zu verwechseln mit der rumänischen Stadt Sfântu Gheorge, im Kreis Covasna)
am Fluss Olt

Donaudelta – Tulcea

Wir befinden uns in Tulcea https://de.wikipedia.org/wiki/Tulcea , auf dem Bradul Sfântu Gheorghe (südlichster Mündungsarm der Donau ins Schwarze Meer), https://de.wikipedia.org/wiki/St._Georg_(Flussarm),
damit wir von hier aus einen Boots-Ausflug …

… in das hiesige Biosphärenreservat unternehmen können. https://de.wikipedia.org/wiki/Biosph%C3%A4renreservat_Donaudelta

Dieses Ausflugsschiff fährt uns zum Kanal “Mila 35” – ins rumänische Dobrudscha https://de.wikipedia.org/wiki/Dobrudscha zum Lacul Nebunu (Nebunusee).

Wir verlassen den Hafen von Tulcea und kreuzen diverse ….

… Fähr- und Kranschiffe …

… Arbeitsboote …

… mit Holz beladene Leichter …

… sowie Ausflugs- und kleinere Hotelschiffe.

Bei Mila 35 verlassen wir …

… den Bratul Sfântu Gheorghe …

… um in einen der vielen Seitenkanäle einzubiegen.

Wir überholen ein kleines Schubbot oder Schuber, welches zwei aneinander gekoppelte Leichter beladen mit Kies und Sand schiebt. Alle mit Booten befahrbaren Wasserstrassen müssen immer wieder mal ausgebaggert und reguliert werden, damit diese nicht auf die stets neu gebildeten Sandbänke auffahren (Erd- und Sandablagerungen, sowie Sedimente und Schlingpflanzen).

Wir fahren mit sehr geringer …

Geschwindigkeit, um einen Wellenschlag zu vermeiden (zum Schutz der Pflanzen- und Tierwelt im Uferbereich)

… mitten durch den Letea Wald mit seinen unzähligen Bäumen (Pappeln, Eichen, Eschen, Linden, Feldulmen und Schwarz-Erlen, sowie Wildbirne usw.) und diversen Sträuchern (Weissdorn, Liguster, Spindelstrauch, Kornelkirsche, Schneeball, Beberitze, Faulbaum usw.).

Dieser Fischer hat es eilig, um seine Utensilien …

… zu ihren saisonalen Unterständen zu bringen.

Da warten die Köder auf die Donauheringe, Barsche, Karpfen, Schleie, ebenfalls auf Welse, welche sich unter Baumwurzeln verstecken, um dann …

… in einem der vielen Deltaseen zu laichen …

Mitten im Letea-Wald entdecken wir diese grossartige …

… Ufer- und Waldlandschaft, welche nur noch hier in dieser subtropischen Art vorkommt …

… und deshalb seit 1930 unter Naturschutz steht, sowie 1990 zum Biotop- und Artenschutzgebiet des Biosphärenreservates vom Donaudelta erklärt worden ist.

All diese Schlingpflanzen (Efeu, wilde Wein- und Waldreben, Hopfen und diverse Baumschlingen und Winden) zwischen den Sanddünen und Waldlichtungen verleihen der Gegend tatsächlich ein tropisches Aussehen .

Auf einer Fläche von ca. 17’000 Hektaren befindet sich ein unzähliges Netz von Lagunen, welche Waldstreifen, schwimmende Schilfinseln, allesamt miteinander verbunden und vernetzt, um tausenden Tierarten einen grossartig gut funktionierenden Lebensraum zu bieten: (für die grossen und kleinen Brut-Vögel, Adler, Pelikane, für viele Entenarten und Laufvögel, Reiher, Falken, dann für die Steppenotter und Eidechsen und Schlangen aller Art, den Kröten, Fröschen, diversen Fischarten, Mönchsrobben , dann den Hasen, Ratten, Füchse, Hermeline und Nerztiere , Wildkatzen, Marder, Rehe ebenso den paar noch hier lebenden Wildpferde usw. (Die Elche sind seid Jahren gänzlich verschwunden).

Nicht zu vergessen, all die tausenden Insekten- und Käferarten, welche man hier entdecken kann, sowie hie und da …

… einen Wachhund oder “oder sonst vergessenen Hund”, je nach Interpretation.

Mal offen oder …

… mal versteckt …

… zeigt sich das Delta hier als sehr …

… abwechslungsreich und mit diesen …

… Sommerbehausungen für Einheimische wie auch für Touristen sogar als “komfortabel bewohnbar”.

Da wir uns hier erst Ende September umsehen ist in der hiesigen Tierwelt nicht mehr viel los. Die Zugvögel sind in den Süden abgehauen. Doch für alle die wissen möchten, wie es hier im Frühling und Sommer aussieht und wie sich die Tierwelt im Reservat anhört zeigt folgender Link / aus Planet-Schule.de
https://www.planet-schule.de/sf/php/sendungen.php?sendung=813

https://www.planet-schule.de/wissenspool/lebensraeume-im-fluss/inhalt/sendungen/naturparadies-am-schwarzen-meer-das-donaudelta.html

Vorbei gleitend an diesen unzähligen Pflanzenarten (verrottet oder noch voll im Saft) …

… gelangen wir zum idyllischen Nebunu-See / Lacul Nebunu …
https://de.wikipedia.org/wiki/Nebunu-See

… um uns von hier still und leise wieder “heimwärts” zu bewegen.

Beim Kanal Mila 36 gelangen wir wieder auf südlichsten Donauarm …

den Bratul Sfântu Gheorghe …

… und nähern uns der Hafenstadt Tulcea …

… wo wir die MS Anesha aus Basel entdecken.

Dankbar soviel Wunderbares gesehen und entdeckt zu haben,
sind wir wieder zurück auf unserer MS Dnieper Princess, mit dem Vorsatz:
Wenn wir wieder einmal ins Donaudelta reisen,
dann am besten im Monat Mai oder Anfangs Juni.

Donau zwischen Ismajil und Tulcea

Wir verlassen Ismajil und …

… fahren gemächlich an diesen imposanten Frachter, Krananlagen vorbei …

… und erhalten noch einmal einen Blick auf die Kirchen Holy Dominion …

… St. Niklolai, sowie zum Park von Ismajil …

… und auf die ehemalige türkische Moschee.

Ausserdem sogar einen Einblick …

… zur militärischen …

und auf eine weitere zivile Hafenanlage.


Wiederum fahren wir mitten auf der Donau …

… im Grenzland Ukraine / Rumänien Richtung Pâtlägeanca..

Wir überholen ein grösseres Schubboot …

mit fünf aneinander gekoppelten Schubleichter

… und lassen das ellenlange Gefährt hinter uns zurück.

Die Uferlandschaft verändert sich immer wieder.

Hier bei Pâtlägeanca verlassen wir den Donauhauptarm und biegen ab in den Bratul Sfantu George (Saint George Branch) oder auf deutsch Sankt-George-Arm.

Das ist der südlichste Mündungsarm. Der ist 110 km lang und mündet bei Sfântu Gheorghe ins Schwarze Meer. Auf diesem Donauarm befinden wir uns ausschliesslich auf rumänischem Gewässer.

Der Kranenhafen …

… und ein Ausflugsschiff künden an,

… dass wir …

… bei Tulcea sind.

Ab hier ist die Schifffahrt für ganz grosse Frachtschiffe nicht mehr möglich, da dieses Flussgebiet durch diverse streng geschütztes Naturschutzgebiete führt (Biosphärenreservat – Vogelschutzgebiete mit einem Flusslauf voller Kurven und mit vielen Seen).

Die Türken sagen, auf jeden Abend folgt ein Morgen …
Ja so dann, dann treffen wir uns wieder morgen hier,
für einen kleinen Ausflug
ins rumänische Naturreservat

Ismajil (Izmail)

… ein neuer Tag ist erwacht.

Nach dem Frühstück verlassen wir das Schiff, um Izmail oder Ismajil anzusehen.

Wir stehen hier am Denkmal vom legendären Feldherrn Alexander Suworow.

Turm der Ukrainisch-Orthodox- Pokrowski – Kathedrale

Der Gründung “Orthodoxen Kirchen der Ukraine” im Jahre 2018 ist aus einer neuen christlichen Bewegung (Stiftung Pro Orients) entstanden. Konstantinopel hat ursprünglich in der Ukraine nur wenige orthodoxe Kirchen anerkannt. Über Jahrhunderte hinweg haben die Ukrainischen Orthodoxen darunter gelitten, nicht dazu zu gehören. Sie sind im sogar bis vor kurzem von ihren Nachbarn (vor allem Russland und Polen) stets angriffen und verschmäht worden.

Allerdings sei durch die Unterzeichnung vom Vereinigungskonzil eine “zwei kanonische Kirche” entstanden, welche “rein politisch” und “rein eucharistisch” unabhängig voneinander bestehen. Sie sind deshalb auch nur vom Patriarchat “Konstantinopel”, von der “Griechisch-Orthodoxen Kirche”, sowie vom “Patriarchat Alexandrien” anerkannt worden.

siehe dazu einen Bericht von Domradio.de vom 15.6.2020 https://www.domradio.de/themen/interreligiöser-dialog/2020-06-15/wunsch-nach-einheit-neue-initiative-will-orthodoxe-kirchen-der-ukraine-vereinen

https://de.wikipedia.org/wiki/Ukrainisch-Orthodoxe_Kirche

Ismajil (Izmail) ist mit ca. 90’000 Einwohner die zweitgrösste Stadt der Ukraine. Sie wurde im 12. Jh. von den Genuesen als Festungsstadt erbaut. Ein türkischer Sultan eroberte 1484 die Festung. Die osmanische Stadt wurde immer wieder von den Russen bedrängt und schliesslich 1790 von Alexander Suworow erstürmt. Eine Zeitlang gehörte die Stadt den Rumänen, ab 1944 wieder der Sowjetunion. Ab 1991 nach dem Zerfall der Sowjetrepublik gehört Ismajil der Ukraine (dem Nachfolgestaat der UdSSR).

Alles für deine Sicherheit im, ums und ausserhalb vom Haus.

Historisches Museum:

Izmayil’s’kyy Istrorychnyy Muzey Im Aleksandra
https://www.wikiwand.com/de/Ismajil

Ismajil im Zweiten Weltkrieg

http://udp.one/de/unternehmen/geschichte

beweglicher T -34 Aufbau von einem russischen Panzer,
sowie zwei 15 cm schwere Feldhaubitze 18

Das ist eine ehemalige türkische Moschee. Sie steht hier in Erinnerung an den “Sturm auf die Festung Ismajil”, die im Jahre 1790, unter dem Regiment vom berühmten russischen Feldherrn Alexander Suworow statt gefunden hat.

Ausschnitte vom riesigen Diorama “Sturm auf die Festung Izmajil”

Kanonen / Haubitze von 1870

St. Nikolas-Kirche

Holy Dormition Kirche (Orthodoxe Kirche)

Park an der Donau mit Fernsicht zum Hafen von Ismajil, wo unser Schiff steht.

mit Restaurant mal da …

… und mal beim Schiffssteg

Ich glaube Luther zitierte einst:
Ecclesia semper reformlanda –
die Kirche muss immer reformiert werden.
Fazit: Die Kirche ist ständig eine Baustelle.

Im rechten Wartenkönnen
liegt das Glück verborgen.
Was gestern keimte, heute blüht,
das wird die Frucht von morgen.
Carl Peter Frühling

… nach Ismajil der Sonne entgegen …

Erste oder in unserem Fall letzte Einkaufsmöglichkeit für unsere Lieben zu Hause.

Denn, da wo die Kreuzfahrtsschiffe anlegen, sind die Souvenirshops nicht weit.

Mit Erstaunen nehme ich wahr, dass hier Ähnliches angeboten wird, wie 1979 auf einer meiner früheren Reisen durch die ehemalige Sowjetunion – einzig Taschen aus Jeans-Stoff gab es damals noch nicht.

Unser Schiff legt ab …

… mit einem Blick zurück …

… gehts auf dem Kilijaarm (nördlichster Mündungsarm der Donau ins Schwarze Meer) aufwärts zur südwestlich von hier liegenden Stadt Ismajil.

Die 60 – 70 Km lange Fahrt verläuft mitten im Grenzland Rumänien und der Ukraine. https://de.wikipedia.org/wiki/Grenze_zwischen_Rumänien_und_der_Ukraine

Da winkt uns zum Abschied noch die rumänische Grenzpolizei.

Wir überholen einen russischen Tanker (Flagge weiss blau rot)

… welcher mit Genehmigung der Ukraine (blau / gelbe Flagge) fährt. Strenge Bestimmungen regeln die Grenzformalitäten sowohl hier, wie überall auf der Welt.
Über einen Vorfall habe ich im Web folgenden Bericht entdeckt:
https://www.tagesspiegel.de/politik/zwischenfall-im-schwarzen-meer-ukraine-haelt-russischen-tanker-in-donauhafen-fest/24699978.html

Hier warten ein paar Frachtschiffe auf ihre Beladung …

Auf der ukrainischen Seite verläuft die T1607 teilweise parallel zur Donau …

… als eine schmale Verbindungsstrasse zwischen Wylkowe und Ismajil.

Ganzjährig werden für die Regulierung der Donauströmungen auf der unteren und mittleren Donau solche Gruppenverbände (Strömungsinseln) gebildet und ständig (manchmal mehrmals pro Tag und Nacht) mittels Schubboote verschoben und verändert,

… damit der Wasserfluss (Geschwindigkeit) der Donau besser reguliert werden kann (optimalere, energiesparendere und sicherere Bedingungen für die Binnenschifffahrt).

Solche Schubboote oder Schuber (und andere ähnliche Modelle) werden hauptsächlich in der Binnenschifffahrt für das Schieben von beladenen oder leeren Schubleichter eingesetzt und können über hunderte von Kilometer einen bis mehrere aneinander gekoppelte Schubleichter flussauf und -abwärts von A nach B stossen.

Die Uferlandschaft vor Ismajil verändert sich.

Die Donau hat sich hier einen Weg durch eine hügeligere Landschaft gefressen.

Ismajil ist nicht mehr weit …

Die ersten zwei Umschlagplätze von dieser Hafenstadt befinden sich einerseits auf einer Insel und …

… andererseits auf dem Festland, direkt an einer Güterbahnstrecke.

Bei Ismajil hat es besonders viele verschiedene Strömungsinseln …

… die der Donau zu mehr …

… oder weniger Schwung …

… Dynamik …

… und Drive verhelfen.

Beim Hafen von Ismajil drosselt der Kapitän den Schiffsmotor und dreht leicht ab.

Dabei warten die Matrosen ganz entspannt auf die weiteren Befehle …

… und geniessen wie wir …

… die Einfahrt zum …

… Anlegerplatz für die Flusskreuzfahrtsschiffe.

Die MS Dnieper Princess dockt …

… unmittelbar am westlichen Industrie- und Handelshafen an.

Unser Schiff wird am Liegeplatz mit einer Ankerkette und mehreren Festmacherleinen je an einem Poller gesichert (die Vorleine am Bug, div. Vorspringleinen an der Seite und die Achter- oder Heckleine am Heck).

Wir liegen sicher festgezurrt gleich gegenüber der Kapelle,

… welche wir vor dem Abendessen vom Schiff her fotografieren ..

… wie auch diesen wunderbaren Sonnenuntergang;

… abwechselnd mal backbord oder steuerbord stehend, …

… mit allem drum und dran …

… ebenfalls dabei heimlich die Putzequipe beim …

… Entfernen von Spinnmuppelen zu beobachten, …

… um dann nach dem Umziehen …

… hier im Esssaal fein zu dinieren.

Ab Wylkowe zum KM 0


Das Wetter verheisst heute wieder nichts Gutes. Es stürmt immer noch gewaltig beim Schwarzen Meer. Die zweitägige Schwarzmeer-Küsten-Tour nach Odessa wird endgültig abgesagt.


Unsere MS Dnieper Princess sei sehr wohl “meerestauglich”, habe aber leider zu wenig Tiefgang und sei deshalb bei rauher See nicht gut zu steuern, berichtet uns der Kapitän; der übrigens hier in Wylkowe (damals noch Sowjetunion) aufgewachsen ist. Unter anderem hat er als sowjet-russischer Kommandant (ab 1979 für ein paar Jahre) im afghanischen Krieg gedient.

Der Kapitän erzählt uns, dass einmal auf der Fahrt über das Schwarze Meer, bei einem ähnlich starken Wellengang wie heute, eine Welle bis fast zur Kommandobrücke hoch gekommen sei. Diese Welle habe dabei vier Frontscheiben vom Aufenthaltsraum (unterhalb Kommandobrücke und Sonnendeck), weggedrückt. Dadurch sei die MS Dnieper Princess sehr unstabil und fast unmöglich zum Steuern geworden. Nur mit viel Glück habe er sie zum nächsten Hafen fahren können …

Desto mehr freuen wir uns, dass wenigstens die Tour zum KM0, resp. bis zur Mündung der Donau ins Schwarze Meer, klappt.

Das Ausflugsschiff dockt an unseres an und ist zum Umsteigen bereit.

Leinen los und schon fahren wir …

… am Fischerort Wylkowe, das praktisch auf Pfahlbauten steht, vorbei.

… ebenfalls vorbei an einer seinen vielen Wasser – Strassen / Kanäle, welche 45 % der Stadtfläche einnehmen. Boote sind die wichtigsten Verkehrsmittel dieser Stadt. Die unterschiedlichen Wassertiefen werden mittels Bretterwege auf Pfählen überbrückt. Man sagt Wylkowe (ca. 9000 Einwohner) sei das Kleinvenedig der Ukraine.

… und hat natürlich auch einen Hafen …

… und eine Werft …

… und ebenfalls eine zweite St.Nikolaus-Kirche

… welche nahe am Bilhorods’ke – River steht, wie die Einheimischen diesem Seiten – Flusslauf liebevoll sagen.

Die Landesgrenzen zwischen Ukraine und Rumänien verläuft haargenau mitten auf dem Kilijaarm (Haupt-Mündungsarm der Donau), den wir momentan befahren. Links von uns befindet sich die Ukraine (mit dem Danube Biosphäre – Reservat) und rechts davon ist Rumänien (Manastirea Buna Vertier Delta)

Wie die Einheimischen hier leben und arbeiten siehe folg. Link:
https://www.deutschlandfunk.de/die-wende-im-schilf.922.de.html?dram:article_id=128644

Die ukrainische Fahne grüsst uns …

… und wir grüssen ukrainisch zurück.

Wind und Wetter werden immer rauher.

Hinter uns, scheint es etwas freundlicher und ruhiger zu sein.

Wir nähern uns dem Mündungsdelta …

Im Gegenwind kommen wir nur zögerlich vorwärts

Jetzt haben wir die Gewissheit, dass alle Zugvögel schon weg sind …

Man reist doch nicht erst im September ins Donaudelta, …

… um gemeinsam mit ein paar anderen wackeren Eidgenossen die allerletzten Vögel zu erhaschen…

… der KM 0 liegt vor uns …

… nicht gerade so wunderprächtig fotografiert (wind-und wellentechnisch fast nicht möglich, den Apparat einigermassen ruhig in den Händen halten zu können).

Unser Kleinschiff wendet wieder, denn das Schwarze Meer sieht gar nicht so gemütlich einladend für eine kleine Rundfahrt aus.

Auf der Fahrt zurück nach Wylkowe …

… erhaschen wir tatsächlich doch noch ein paar Vögel und einen Blick auf …

… den 8 Km langen Musuna-Kanal – (Abzweigekanal vom Kilijaarm für grosse Schiffe wie “unsere” MS Dnieper Princess und Frachtschiffe aller Art usw).

Diese 8 Km lange Wasser-Haupt-strasse (ebenfalls noch im rumänisch-ukrainischen Grenzland) ist für grosse Schiffe ins Schwarze Meer bestimmt. Auf dieser Abzweigung wären wir heute Abend zum Schwarzen Meer (Golf Musura bei Sulina) gefahren und von dort zur Hafenstadt Odessa (Hauptstadt der Ukraine).
Ausserdem könnte man von hier auch ins rumänische Sulina und Donau-Haupt- Flusslauf Sulinaarm gelangen. Der Sulinaarm ist eine weitere Donau-Hauptachse zum Schwarzen Meer, aber ausschliesslich auf rumänischem Boden.

Hier könnte man noch ein Grundstück kaufen oder mieten!

auch hier entstehen Bilder mal von der rumänischen oder mal von der ukrainischen Uferlandschaft.

Schon sind wir wieder bei Wylkowe …

… und die Tour ist zu Ende …

… unser kleines Flussschiff dreht ab …

… und dockt unter der Aufsicht vom Kapitän an die riesige MS Dnieper Princess an.

Wir dürfen umsteigen und …

… bereits etwas später fahren wir mit der MS Dnieper Princess Donau aufwärts
zur ukrainischen Stadt Ismajil.

Wylkowe ist eine Stadt …

… im Donaudelta und liegt am Killijaarm. Das ist der nördlichste Mündungsarm der Donau ins Schwarze Meer – einem Binnenmeer zwischen Südosteuropa, Osteuropa und Vorderasien.

Die Bewohner von Wylkowa (ukrainische) oder Wilkowo (russisch) oder Valcov (rumänisch) waren ursprünglich Lipowaner. Das sind altgläubige orthodoxe Christen, aus Russland. Ein Teil der Bevölkerung spricht immer noch russisch, ein anderer Teil der Bevölkerung rumänisch.

Einige Impressionen aus Wilkovo, aus einer Stadt die heute teilweise immer noch so aussieht wie ich sie erstmals vor mehr als vierzig Jahren gesehen, respektive anlässlich meiner damaligen Rundreise durch’s ursprüngliche Russland erlebt habe.






Zum Schluss noch dies:
Dieses Haus steht hier vollkommen barrikadiert da: Kein Mensch darf dieses Haus jemals wieder betreten, da hier anscheinend eine Hexe gewohnt hat. Man hat sie mit Schimpf und Schande vertrieben und …

… in das Hausdach ein grosses Loch geschlagen, damit der böse Geist von dieser Hexe für immer und ewig nach aussen entweichen kann.

Vor dem Eindunkeln …

… fahren wir ab Miltenberg a. Main auf dem Main Fluss abwärts …

… zur Miltenberger Eisenbahnbrücke.

Diese Brücke hat über der Hauptöffnung einen Fachwerkträger (Halparabelträger) deren Enden sich nicht berühren (sowie die dunkele Nacht den hellen Tag ebenfalls nicht direkt berührt).

Das zeigt sich 100 km weiter Strom abwärts westlich vom Stadtzentrum Frankfurt a.M beim Stadtteil Schwanheim , genauer bei der Siedlung Goldstein

… mit diesem traumhaft güldenen Sonnenaufgang.

Wir fahren in die Schleuse Griesheim , die ebenfalls dem Stadtteil Frankfurt – Schwanheim angehört und …

… nur noch knapp 29 Kilometer vom Rhein und der Stadt Mainz entfernt.

Während der Entleerung der Schleusenkammer …

… sehe ich einen Schwan …

… der sich gemütlich zwischen unserer Bellucci und dem hinter uns stehenden Frachter Vici niedergelassen hat.

Wir verlassen die Schleuse. Der Schwan nimmt sich zum Glück Zeit …

… mit dem Hinausschwimmen aus der Kammer, denn rotierende Schiffsschrauben grüssen nicht gerade freundlich, wenn ihnen etwas all zu nahe kommt.

Wir lassen die Schwanheimerbrücke und Schwanheim inkl. Schwan …

… sowie den Turm Sankt Mauritius hinter uns und wechseln von unserem Aussichtsplatz am Heck vom Oberdeck …

… aufs Sonnendeck, um von hier aus (ca. 1 Stunde später, nach dem Frühstück) das Ufer vom Frankfurter Stadtteil Höchst am Main

mit der Justinus – Kirche

… sowie den Turm vom “Höchster Schloss”

… dessen Uferanlage …

… und die gegenüberliegenden Auen …

… welche der Schwanheimer Düne angehören zu bewundern.

Ein paar Minuten weiter vorne bei der Leunabrücke “befahren” wir den Frankfurter “Industriepark Hoechst”

Das langezogene Werkgelände der eh. Farbwerke Hoechst AG

… erstreckt sich beidseits des Main, über mehrer Quadratkilometer, mit diversen Werksanlagen für Chemie- und Pharmazieprodukte …

… immer wieder unterbrochen von Natur belassenen Bereichen …

… sowie Anlagen für die Abwasserreinigung …

… oder diesen Industrieanwesen für die Produktion aller Arten von Güter.

Manchmal kreuzen wir Frachtschiffe …

… und immer noch befinden wir uns im “Industriepark Hoechst AG” …

… wo wir ganz nah diesen Umschlagplatz …

… entdecken …

… welche ab hier entweder per Güterzug oder Frachtschiff abtransportiert werden.

Brennende Gasgemische lodern hinter …

… dem Umladehafen von Rauchheim ähhh Raunheim

… zum Himmel.

Weiter vorne bei Eddersheim …

.. steht die Schrägseilbrücke Werksbrücke West (Höchst)

Diese mehrspurige Autobahnbrücke inkl. separater zweispurigen Eisenbahnbrücke führt nicht nur zu den Werksgeländen der Hoechst AG, sondern auch zum Raunheimer Ölhafen und dem nahen internationalen Flughafen Frankfurt a.M.

Etwas weiter Main abwärts steht das Clubhaus vom Ruderverein Flörsheim…

…mit der Sankt Gallus – Kirche …

der Stadt Flörsheim am Main

… und dem Grosstanklager der Deutschen Shell AG.

Schräg gegenüber in Rüsselheim

… steht am Mainufer das …

Leinreiter-Denkmal

… und ebenfalls das Gelände vom Autohersteller Opel Automobile GmbH

mit dem Opelsteg, der speziell für Fussgänger und Velofahrer gebaut worden ist. Vierundzwanzig Stunden nach der Einweihung (20. Sept. 2015) ist der Steg geschlossen und mit einem Schild “Betreten verboten” versehen worden. Für wie lange und wieso und warum rätselt “Mann / Frau” heute noch.

Den “Eiltank” kümmerst kaum und fährt in voller Fahrt Main aufwärts.

Wir unsererseits gleiten Main abwärts entlang am Hocheimer Mainufer

… welches …

… zur blauen Strassenbrücke und zu den …

… Warteplätzen der Schleuse Hochheim (bei der Staustufe Kostheim) führt.

Zuerst passieren wir noch die Eisenbahnbrücke Hochheim

… die direkt bei der Staustufe Kostheim liegt.

Die Eisenbahnbrücke Hochheim steht unter Denkmalschutz …

… und die dazugehörige Uferlandschaft …

… steht unter Naturschutz.


Von der Staustufe Kostheim sind es nur noch …

… gerade drei Kilometer bis zur Mainspitze (Mündungsgebiet vom Main in den Rhein).

Am Maindamm warten bereits einige Schiffe …

… wie zum Beispiel die Pilatus …

… und andere Frachter für eine Bergfahrt-Schleusung (Main aufwärts – Schleusung).

Wir tuckern weiter, die letzten paar Kilometer …

Main abwärts Richtung Rhein …

… zur Kostheimer Brücke



Diese ist die letzte Main-Brücke vor der Mainmündung in den Rhein.

Dann mit 15 km / h vorbei an der Kostheimer Sankt Kalian – Kirche und dem …

… Umschlagplatz vom Frachthafen Ginsheim – Gurstavsburg …

… erreichen wir die Stelle …

wo der Main in den Rhein mündet,

… an der sogenannten Mainspitze

… mit der markanten Südbrücke, welche von Gustavsburg her über den Rhein …

… zur Stadt Mainz …

… mit dem Mainzer Dom, führt.

Unser Schiff verlässt den Main und steuert erst direkt …

… Richtung Stadt Mainz

… und dessen Uferlandschaft zu …

… bleibt quer mitten auf dem Rhein fast stehen …

… und ermöglicht uns so diesen wundervollen Blick zur Theodor – Heuss – Brücke

Unsere Bellucci wendet nach links ab …

… und steht schon bald Rhein aufwärts (Richtung Schweiz) direkt vor der Südbrücke.

Von hier können wir nochmals zum Mündungsgebiet vom Main, respektive zum Container-Hafen Ginsheim – Gustavsburg zurück blicken, wo gerade ein Lastschiff zum Rhein fährt. Wir fragen uns, wohin dieses wohl fahren wird …

… wird es uns Rhein aufwärts Richtung Schweiz folgen?

Nein, der Frachter dreht beim Rheindreieck nach rechts ab …

…und fährt in voller Fahrt Strom abwärts weiter Richtung Nordsee.

… wir unsererseits fahren südwärts …

… bequem gesteuert vom Kapitän mit diesem Joystick …

… der Schweiz entgegen.

Auf dem Main …


… von Bamberg bis Miltenberg …

… da kreuzen wir so manches Schifflein, wie zum Beispiel diesen Arbeitskahn …

im einfachen Schubverband.

… oder dieses leere Frachtschiff, namens Tijdgeest, dass doch so manches drauf hat.

Links oder rechts? Am besten geradeaus nach Wülflingen oder sogar nach Hassfurt …

…oder noch besser zu dieser Brauerei!

Solche idyllischen Uferlandschaften wühlt unser Schiff (und alle anderen) …

… trotz langsamer Fahrt (max. 13 km/h) all zu sehr auf..

Künstliche Inseln …

… können Wellenschlag, Gegenströmung und Sogwirkung) mindern.

Der Komoran, etwas schreckhafter als die Schwäne …

… flattert regelmässig davon …

… wie auch diese Enten – Gänse.

Weidende Kühe bleiben eher an Ort …

… wie auch dieses ausgeklügelte Fischerboot …

… oder dieses das Petri Heil zum Zweiten gelobt.

Perfekte Uferrenovationen mit Hitachi-Maschinen bei Gädheim  …

… vor der Schleuse Ottendorf.

Beim Nachtessen noch dieses Gute Nacht – Bildchen …

Am Morgen erwachen wir bei Würzburg, wo wir die Stadt besichtigen. Siehe dazu meine Beiträge:
die Alte Mainbrücke in Würzburg
die Würzburger Altstadt

Am Nachmittag sind wir bei Zellingen und Retzbach mit seinen bekannten Felsformationen aus Muschelkalk

… mit den Bezeichnungen wie “bei den sieben Tannen” oder “oberhalb der Linde”.

Kurz danach sind wir bei der Schleuse Himmelstadt.

Auch hier nochmals auffällige Felsrundungen …

… nahe beim Aussichtspunkt Stetten , mit dem markanten “Türkenkopf”

… ebenfalls ein wichtiger Standortpunkt für die Schifffahrer vom Main. Leider hat der Türke hat bei der Sicherung der Felspartie (2016) ein Auge verloren. Mit Spritzbeton geflickt, gleicht der wackere Bursche doch eher einem Elefantenkopf.

Nochmals einen Blick zurück zu den markant hervorstehenden Felspartien.

Der Steinbruch Laudenbach

… und die dazugehörige Hängebrücke.

Je später der Nachmittag um so mehr klärt es auf …

Kurz vor Sonnenuntergang sind wir bei der Staustufe und dem Kraftwerkt Harrbach.

Hier lassen wir Licht, Farben und Technik auf uns wirken …

… zum einen Main aufwärts Richtung Osten …

… dann hinüber zum Kraftwerk …

… mit dieser Fischtreppe

… und zum anderen Richtung Westen zu diesem Schleusentor mit seinem obligaten Geschwindigkeitsmesser (zu rasche Wasserverdrängung innerhalb der Schleuse vermeiden).

Nur ein paar Kilometer weiter …

… können wir …

… bei der Stadt Gemünden am Main

… für ein paar Sekunden einem Samstag-Abend-Gottesdienst beiwohnen.

Etwas weiter westlich fängt uns diese Abendstimmung ein.

Wir sagen schon mal gute Nacht. Die nächsten 50 Km bis Wertheim verbringen wir zuerst mal im Speisesaal, an der Baar und später im Bett.

Morgens ums sieben geht ihn Wertheim die Sonne auf …

Richtung Westen (Main abwärts) erkennen wir Kreuzwertheim mit Brauerei und Schloss der Fürstenfamilie (Erbprinz) Ludwig zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg schon etwas klarer …

… wie auch hoch oben die Burg Werthenstein, welche wir gleich besuchen werden – siehe da meine beiden Beiträge: “Wir ankern in Wertheim”
und “Wertheim liegt …”

Wieder auf dem Main …

… kreuzen wir wiederholt so allerlei:

Da heisst es wieder einmal den Kopf einziehen oder das Oberdeck verlassen, oder ein Minibötchen mieten, oder noch besser über die Brücke fliegen.

Bei der Schleuse Faulbach

… kommt unser Schiff ins Stocken, da zwei andere Schiffe bereits in der Schleuse hocken. Zuerst erscheint die Rhoenland, dann der oder die Morgenstern.

Etwas später begegnen wir der Burg Freudenberg (Ruine Hangburg) mit diesen Auf- und Ansichten …

… ebenfalls zur Stadt Freudenberg a.M. (Baden) …

… und gleich darauf über die “Narvik” …

… zum Städtchen Collenberg – Reistenhausen.

Etwas später begegnen wir der deutschen Konkurrenz und anderen Objekten:

… wie ebenfalls diese Anzeige, dass schon wieder eine Schleuse vor uns liegt …

… und für uns sogar sofort passierbar sei.

… Freude herrscht – und die Schleuse heisst erst noch Freudenberg

In praktisch allen Mainschleusen müssen die Schiffe extrem langsam einfahren. Ein spezielle Vorrichtung (hier eine blaue Stange mit drei roten Kugeln) misst die Einfahrtsgeschwindigkeit und mahnt den Schiffsführer sofort, wenn er all zu burschikos sein Schiff in die Schleuse steuert. (Der holländische Kapitän erklärt mir diese Vorrichtung diene dem “Figurieren, resp. messe die Figuranz).

Alles gut! Es ist grün. Wir können die Schleuse der Stadt Freudenberg verlassen …

… und uns viele weitere Sujets zu Gemüte führen:

Der Wenschdorf – Miltenberger Fernsehturm

verkündet uns,

… dass wir jetzt im Städtchen Miltenberg

… für eine kurze Stadtbesichtigung angekommen sind. Siehe dazu meinen Beitrag Miltenberg am Main